Erstellt am 28. Oktober 2011, 13:16

Bildungsvolksbegehren will Druck machen. Mit einem umfangreichen Forderungskatalog wollen die Initiatoren des "Volksbegehren Bildungsinitiative" rund um den Industriellen Hannes Androsch Druck für eine Vielzahl an Reformen machen.

Auf der langen Liste stehen u.a. mehr individuelle Förderung der Schüler, mehr Ganztagsschulen, Aufwertung des Lehrerberufs, Abschaffung von Sitzenbleiben und Sonderschulen und mehr Geld für die Universitäten.

Vom 3. bis 10. November liegt das Bildungsvolksbegehren zur Unterschrift auf. Zur Mobilisierung von Unterstützern machen die Initiatoren nach Eigenangabe "ganz massiv PR", und das nicht nur mit zahlreichen Presseterminen. Neben Prominenz aus Kultur und Politik haben die Volksbegehren-Initiatoren auch einen als Neandertaler verkleideten Schauspieler auf Werbetour geschickt. Seine Mission: Auf die aktuelle "Bildungssteinzeit" in Österreich aufmerksam zu machen, so die Initiatoren zur APA. Dabei streift er nicht nur durch die Straßen Wiens, sondern sucht auch Bibliotheken oder Unis auf.

Das Bildungsvolksbegehren startet mit einem Sockel von rund 52.000 Unterstützungserklärungen. Androschs Initiative ist das vierte Volksbegehren zum Thema Bildung in der Zweiten Republik. Am erfolgreichsten war bisher das Volksbegehren zur Abschaffung der 13. Schulstufe 1969 (rund 339.000 Unterstützer, 6,77 Prozent der Stimmberechtigten). Für eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahl haben 1989 rund 219.000 Österreicher (3,93 Prozent) unterschrieben, das "Bildungsoffensive- und Studiengebühren-Volksbegehren" fand 2011 rund 174.000 Unterstützer (2,98 Prozent).