Erstellt am 16. August 2011, 23:03

Bucher plant personelle Veränderungen. BZÖ-Chef Bucher hat ausgeschlossen, dass bei von ihm angepeilten personellen Veränderungen langjährige prominente Parteimitglieder betroffen sein könnten. Zwar bestätigte er am Dienstagabend im ersten ORF-"Sommergespräch", dass er eine personelle Erneuerung im BZÖ anstrebt, gleichzeitig aber schloss er einige Namen dezidiert aus.

BZÖ-Chef Bucher hat ausgeschlossen, dass bei von ihm angepeilten personellen Veränderungen langjährige prominente Parteimitglieder betroffen sein könnten. Zwar bestätigte er am Dienstagabend im ersten ORF-"Sommergespräch", dass er eine personelle Erneuerung im BZÖ anstrebt, gleichzeitig aber schloss er einige Namen dezidiert aus.

Auf keinen Fall werden die Veränderungen Ewald Stadler, Peter Westenthaler oder Gerald Grosz berühren, sagte der Bündnis-Obmann auf eine entsprechende Frage von Moderatorin Ingrid Thurnher.

Er schätze diese Kollegen sehr, "weil das Mitkämpfer sind, die meinen Kurs unterstützen. Ich habe überhaupt keinen Grund, daran zu zweifeln", so Bucher. Stadler, Westenthaler und Grosz gelten unter Beobachtern als Kritiker des wirtschaftsliberalen Kurses von Bucher. Dass er Änderungen plant, bejahte er: "Wir haben vor, zu optimieren, unsere Mannschaft so aufzustellen, dass sie noch effektiver Politik machen kann." Ob, wie von der Tageszeitung "Österreich" (Mittwoch-Ausgabe) kolportiert, Generalsekretär Christian Ebner ausgewechselt wird, kam nicht zur Sprache.

Scharfe Kritik übte Bucher einmal mehr am Kärntner FPK-Chef Uwe Scheuch. Um "diesen Schaden" zu reparieren, müsse dieser "auch Konsequenzen" ziehen. "Der Rücktritt wäre eine hygienische Maßnahme", sagte der ehemalige Parteifreund Scheuchs.

Für die Zukunft strebt Bucher durchaus eine Regierungsbeteiligung an - aber nicht um jeden Preis. Allerdings würde er selbst mit der FPÖ prinzipiell in eine Koalition eintreten: Es komme darauf an, auf welche Programmatik man sich einigt, erklärte der Kärntner: "Wenn es zu keiner Steuersenkung kommt, sind wir nicht dabei, wenn es zu keinen Reformen kommt, sind wir nicht dabei." Einmal mehr sagte er, dass er vor allem in einer Verwaltungsreform große Einsparungspotenziale orte. Seine Partei sieht Bucher jedenfalls im Aufwind, laut Umfragen würden diese bei fünf bis sechs Prozent liegen.