Erstellt am 21. Oktober 2011, 10:34

Budget-Defizit 2010 bei 4,4 Prozent. Das Defizit 2010 wird nach einer Entscheidung der Statistikbehörde Eurostat leicht korrigiert. Statt 4,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) liegt das Defizit des Vorjahres nun bei 4,4 Prozent.

Das gab die Statistik Austria bekannt. Grund dafür ist, dass die Abwertung des Partizipationskapitals des Bundes bei der Hypo Alpe Adria in Höhe von 625 Mio. Euro dem Jahr 2011 zugerechnet werden muss.

Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass dies (0,2 Prozent des BIP) dem Jahr 2010 zugeschlagen wird. Die von Finanzministerin Fekter bereits in ihrer Budgetrede angegebene Schätzung für das heurige Defizit von 3,6 Prozent bleibt aber unverändert, verschlechtert sich also trotz der Zurechnung zum Jahr 2011 nicht. Denn im Ministerium habe man von der Entscheidung bereits Kenntnis gehabt und dies berücksichtigt, sagte ein Ressort-Sprecher gegenüber der APA. Fekter hatte in ihrer Rede betont, dass das Defizit 2011 mit eben jenen 3,6 Prozent besser liegen wird als noch im Frühjahr erwartet (damals war man im Finanzministerium noch von einem Defizit von 3,9 Prozent ausgegangen). Ohne die nun gefallene Entscheidung des Statistikbehörden wäre das Defizit 2011 etwas besser gelegen.

Grund für die Verschiebung von 2010 auf 2011 ist laut Statistik Austria, dass die genaue Höhe der Abwertung des Partizipationskapitals erst im Jahr 2011 offiziell fixiert wurde, daher ist die defiziterhöhende Wirkung diesem Jahr zuzuordnen. Die Abwertung selbst war schon bei der Erstellung des Geschäftsberichtes 2010 erfolgt, daher war ursprünglich davon ausgegangen worden, dass der Kapitalschnitt dem Jahr 2010 zugerechnet werden muss.