Erstellt am 05. Februar 2013, 12:09

Bund nahm 1 Mrd. Euro auf. Österreich hat am Dienstag wie geplant 1,0 Mrd. Euro auf den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen.

Zusätzliche 100 Mio. Euro hat die Finanzagentur des Bundes (ÖBFA) wie üblich in ihre eigenen Bücher übernommen. Die Parallelauktion von zwei Bundesanleihen-Tranchen sei wie geplant verlaufen, hieß es laut ÖBFA. Ingesamt wird der Finanzierungsbedarf 2012 um etwa 5 Prozent geringer sein als 2012.

Die vergleichsweise kleinen Emissionsvolumina von jeweils 1 Mrd. Euro bei den Anleiheauktionen im Jänner und Februar hängen laut ÖBFA-Chefin Oberndorfer mit den "Cashflow-Bedürfnissen" des Bundes zusammen: "Das Budget ist im letzten Jahr deutlich besser gelaufen als erwartet. Wir haben noch einen Polster aus dem Vorjahr", so Oberndorfer.

Beide auktionierten Bundesanleihen wurden heute um jeweils 500 Mio. Euro aufgestockt. Die Überzeichnung lag mit dem 2,5-fachem im langjährigen Durchschnitt.

Die zehnjährige Emission erzielte eine Emissionsrendite von 1,934 Prozent, die siebenjährige 1,294 Prozent. Das sei nach wie vor ein sehr tiefes Zinsniveau, auch wenn im Vergleich zum Dezember ein leichter Anstieg feststellbar sei, so die ÖBFA. Vor einem Jahr, als die zehnjährige begeben wurde, lag die Emissionsrendite mit 3,43 Prozent noch 150 Basispunkte höher.

Bei beiden Emissionen beträgt der Zinsabstand zur deutschen Benchmark-Anleihe ungefähr 35 Punkte. "Hier wird von Marktteilnehmern noch sehr viel Fantasie gesehen auf eine weitere Einengung", hieß es vonseiten der ÖBFA. Grund dafür seien die soliden Wirtschaftsdaten Österreichs. Vor einem Jahr lag der Spread noch knapp unter 100 Basispunkte. Die nächste Auktion findet Anfang März statt.