Erstellt am 03. November 2010, 13:10

Bund unterstützt Länder bei Sparvarianten im Straßenausbau. Der Bund unterstützt in Zukunft Länder bei Sparvarianten im Straßenausbau. Vorbild könnte diesbezüglich das Burgenland sein, das für den Ausbau der S31 im Mittelburgenland als Landes- anstatt als Schnellstraße 37 Mio. Euro bekommt, so Verkehrsministerin Doris Bures am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Diese Finanzierungslösung und Zusammenarbeit von Bund und Land sei effizienter, kostengünstiger und entspreche den verkehrlichen Notwendigkeiten.

"Wir müssen jetzt stärker darauf achten, dass man nicht überall eine sogenannte verkehrliche Luxusvariante macht, sondern das, was auch wirklich gebraucht wird", sagte Bures. Der Weg, der nun im Burgenland beschritten wird, sei auch "ein gutes Beispiel mit konkreten Auswirkungen von Verwaltungsreformen und von guter Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, wo eine Win-Win-Situation rauskommt am Ende des Tages".

Von "Luxusvarianten" auf Bedarfslösungen umzusteigen, bringe außerdem ein Einsparungspotenzial von rund 80 Mio. Euro, sagte die Ressortchefin. Es handle sich dabei um eine "Verwaltungsreform, die keine schlechtere Leistung für die Bevölkerung bringt, sondern mehr finanzielle Spielräume".

Die S31-Strecke von Oberpullendorf bis zur Staatsgrenze Rattersdorf wird nicht als Schnell-, sondern als Landesstraße ausgebaut und den Namen B61a tragen, erklärte Straßenbaulandesrat Helmut Bieler (S). "Wir werden den ersten Abschnitt bis zur B61 in nächster Zeit beginnen. Da gibt es schon Planungen, die wir von der Asfinag übernehmen können", erläuterte er. Für den zweiten Abschnitt werde man die Trasse mit den Bürgermeistern, Vizebürgermeistern und den Gemeinden diskutieren, "die wir bereits bei Bürgerversammlungen angesprochen haben", so der Finanzlandesrat.

Auch die viel diskutierte S7, laut Bures eine "hochpriorisierte Strecke" und "eines der wichtigsten Straßenbauprojekte", wird ausgebaut. Der erste Bauteil geht von der A2 in Höhe Riegersdorf bis Dobersdorf. Der zweite Abschnitt wird bis zur Staatsgrenze verlaufen. Baubeginn soll 2011 sein.