Erstellt am 28. Dezember 2010, 11:36

Bundesheer 2010: 139.000 Katastrophenschutz-, 14.700 Flugstunden. 139.000 Mannstunden im Katastrophenschutz und 14.700 Flugstunden hat das Bundesheer im zu Ende gehenden Jahr 2010 geleistet.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
1.177 Soldaten befinden sich derzeit im Auslandseinsatz und etwa 800 im Assistenzeinsatz im niederösterreichischen und burgenländischen Grenzraum. Verteidigungsminister Norbert Darabos zog am Dienstag in einer Aussendung eine "positive Leistungsbilanz" der Soldaten.

  "Das Bundesheer leistet wichtige Arbeit für die Sicherheit in unserem Land", stellte er fest, "139.000 Arbeitsstunden im Katastrophenschutz zeigen, dass wir das Motto Schutz und Hilfe tagtäglich mit Leben füllen."

 Katastropheneinsätze führten vor allem die Soldaten der Pioniertruppe mit Unterstützung der Fliegertruppe durch, sie halfen den Behörden bei Waldbränden, Verklausungen, Sprengungen und beim Brückenbau. Die Luftstreitkräfte transportierten in 260 Flugstunden mehr als 1.500 Personen, 358 Hektoliter Wasser zur Waldbrandbekämpfung und 300 Tonnen Material. Der größte Einsatz war 2010 beim Hochwasser im steirischen Sölktal im Juli nötig. Dort errichtete das Bundesheer u.a. 198 Laufmeter Brücken und legte 5.000 Meter Bachläufe frei.

 Die 14.700 Flugstunden wurden zur Luftraumsicherung und -überwachung, aber auch zu Übungszwecken absolviert. Die Eurofighter stiegen 49 Mal auf und erbrachten mehr als 1.250 Flugstunden.

 Im Auslandseinsatz waren 2010 durchschnittlich 1.051 Personen, im Kosovo, Bosnien, auf den Golanhöhen, aber auch bei Beobachtermissionen der UNO wie u.a. im Nahen Osten und der Westsahara. Das Bosnien-Kontingent wurde im Juni von 190 auf 400 Soldaten verstärkt. Außerdem entsandte das Heer einen Experten für eine UNO-Gruppe in das Flutkatastrophengebiet nach Pakistan, im Oktober waren fünf Spezialisten nach dem Dammbruch in Ungarn.