Erstellt am 07. Juli 2016, 16:22

von APA/Red

Fischer verabschiedet sich mit 20-Minuten-Rede. Am Freitag ist es endgültig so weit. Bundespräsident Heinz Fischer dankt nach zwölf Jahren mit Ende seiner Amtszeit ab. Ihm zu Ehren veranstalten die beiden Parlamentskammern eine Festsitzung, bei der das Staatsoberhaupt ein letztes Mal in dieser Funktion eine Rede halten wird.

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20 Minuten wird Fischer Zeit gegeben, Botschaften an das offizielle Österreich zu richten. Hinzu kommen noch fünf Jugendliche, die bei Fischers erster Präsidenten-Kür Erstwähler waren und von Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) zu der Festsitzung geladen sind. Auch eine kurze Unterredung der heute 30-Jährigen mit dem Bundespräsidenten ist geplant.

Feierlich ist schon Fischers Empfang. Der Bundespräsident wird von Nationalratspräsidentin Bures und Bundesratspräsident Mario Lindner (SPÖ) persönlich abgeholt und später auch unter Fanfaren-Klängen in den Sitzungssaal begleitet. Die Chefs der Parlamentskammern werden in kürzeren Reden dann die Leistungen Fischers noch einmal würdigen, ehe er selbst das Wort ergreift.

Begleitet wird die gesamt rund einstündige Festsitzung von den Wiener Philharmonikern, die unter anderem ein Mozart-Stück zum Besten geben. Das Musik-Programm wurde übrigens mit den Vorstellungen Fischers abgestimmt.

Am Donnerstag militärischer Festakt im Inneren Burghof

Eigentlich sollte ja nach der Verabschiedung der neue Bundespräsident angelobt werden. Angesichts der vom VfGH verfügten Neuwahl (am 2. Oktober) wird jedoch fürs erste das Nationalratspräsidium als Kollegialorgan die Aufgaben des Staatsoberhaupts übernehmen müssen.

Als letzten offiziellen Gast begrüßte Fischer am Donnerstagnachmittag Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) in der Hofburg. Fischer empfing den "ganz alten Freund von mir" im Maria-Theresien-Zimmer und gab ihm beim kurzen Fototermin "herzliche Grüße" an die Wiener Landesregierung, den Gemeinderat und das Rathaus mit. Dann zogen sich die beiden zum Vier-Augen-Gespräch zurück - wobei man offenbar nicht vorhatte, mit Alkohol anzustoßen. "Wir trinken jetzt einen Kaffee, nur damit das klar ist", betonte Fischer augenzwinkernd.

Mit dem Stelldichein Häupls schließt sich gewissermaßen der Kreis von Fischers Amtszeit. Denn der scheidende Bundespräsident hatte an seinem ersten Arbeitstag, dem 9. Juli 2004, Häupl als ersten politischen Gast empfangen. Am Donnerstagabend erwartet das Staatsoberhaupt noch ein militärischer Festakt im Inneren Burghof.