Erstellt am 20. Dezember 2011, 13:19

Bures stoppt Frühpensionierungen bei den ÖBB. Verkehrsministerin Doris Bures beendet die Frühpensionierungen bei den ÖBB. "Wir stoppen das zur Gänze, ab 2012 gibt es keine Frühpensionierungen mehr bei den ÖBB", so Bures. Sie habe sich darauf mit Bahnchef Christina Kern am Wochenende geeinigt.

In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 8.000 ÖBB-Mitarbeiter frühpensioniert. Pro tausend ÖBB-Mitarbeiter, die in Frühpension gingen, entstanden Kosten von 35 Mio. Euro jährlich. Im Vorjahr betrug das durchschnittliche ÖBB-Pensionsalter 52 Jahre, heuer sind es 53,5 Jahre.

ÖBB-Chef Kern begrüßt Frühpensionierungs-Stopp bei der Bahn

ÖBB-Chef Christian Kern begrüßt den von Verkehrsministerin Doris Bures verkündeten Frühpensionierungs-Stopp ab 2012 bei den Bundesbahnen. "Das ist ein wichtiger Schritt, um die Glaubwürdigkeit der Sanierungsbemühungen zu unterstreichen", sagte Kern. Eisenbahner, würden damit frühestens im 60. Lebensjahr in Pension gehen, wenn sie 42 Beitragsjahre erreicht hätten. Ausgenommen davon seien invaliditätsbedingte Ruhestandsversetzungen.

"Mit der Belegschaft wird ein Paket zur Sicherung der Altersbeschäftigung vereinbart", kündigte Kern an. Ziel sei es, die Mitarbeiter länger im Arbeitsprozess zu halten.

In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 8.000 ÖBB-Mitarbeiter frühpensioniert. Pro tausend ÖBB-Mitarbeiter, die in Frühpension gingen, entstanden Kosten von 35 Mio. Euro jährlich. 2009 betrug das durchschnittliche ÖBB-Pensionsalter 52,3 Jahre, 2010 waren es 53,5 Jahre und heuer soll es bereits bei 54,4 Jahren liegen, hieß es aus dem Infrastrukturministerium.

Man gehe davon aus, dass die Gewerkschaft froh sei, weil die Beschäftigen nicht mehr mit 54 Jahren aufs Abstellgleis gestellt werden, hieß es aus dem Bures-Büro weiters.