Erstellt am 26. April 2014, 14:02

Burgenländer zieht mit Österreichs Fahne durch Rom. Selbst unter den Hunderttausenden Pilgern, die dieser Tage zum Vatikan strömen, ist er nicht zu übersehen: Der Burgenländer Franz Xaver Potz ist auf dem Petersplatz längst bekannt.

Europa, Italien, Rom, Vatikan, Petersplatz, Blick vom Petersdom auf die Piazza San Pietro mit ägyptischem Obelisk  |  NOEN, Melanie Viola
Mit seinem schlohweißen Haar, dem langen Bart, einem Holzkreuz auf der Brust und einer riesigen österreichischen Fahne in der Hand lässt er sich gern filmen und interviewen. Der aus Pama stammende Pensionist trägt ein weißes T-Shirt mit Konterfeis von Johannes Paul II. und Johannes XXIII.. "Ich bin nach Rom gereist, weil ich das Bedürfnis habe, an diesem Hochfest der Kirche teilzunehmen. Ich will somit zwei Päpste ehren, die die Kirche zutiefst geprägt haben. Johannes XXIII. ist der Papst, der das Zweite Vatikanische Konzil in die Wege geleitet hat. Johannes Paul II. hat in Gesellschaft und Politik vieles verändert", so der 77-jährige, der am Donnerstag aus Pama angereist ist.

Unübersehbar sticht Potz aus der Pilgergruppe hervor, die an der Gebetswache in der Kirche der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Rom, Santa Maria dell'Anima unweit der Piazza Navona, teilnimmt. Der pensionierte Bäcker kennt Rom bestens. Schon im April 2005 nach dem Tod von Johannes Paul II. hatte er lange auf dem Petersplatz ausgeharrt, um den Leichnam des verstorbenen Pontifex in der Peterskirche zu sehen.

 "Franziskus bringt frischen Wind in die Kirche"

Seit der Seligsprechung des burgenländischen Mediziners Laszlo Fürst Batthyany-Strattmann (1870-1931) im März 2003 ist Potz mehrmals in Rom gewesen. Er hat unter anderem an der Seligsprechung des Kapuzinermönchs Marco D'Aviano, von Mutter Theresa von Kalkutta und von Kaiser Karl teilgenommen. Begegnungen mit Päpsten sind für Potz keine Neuigkeit. So hat er Benedikt XVI. unter anderem bei seinem Besuch in München im September 2006 zugejubelt.

Potz freut sich, bei der Heiligsprechung am Sonntag Papst Franziskus zu sehen. "Franziskus bringt frischen Wind in die Kirche. Er ist einfach, geht unters Volk und stellt sich in den Dienst der Armen, Kranken und Ausgestoßenen. Die Kirche braucht einen Papst wie ihn", sagt Potz.