Erstellt am 27. Juni 2013, 21:01

Burgenland baut ab 2016 Schulden ab. Das Burgenland wird 2015 - zwei Jahre früher, als vom Bund vorgeschrieben - keine Neuverschuldung mehr eingehen und ab 2016 Schulden abbauen, erklärte Finanzlandesrat Helmut Bieler (S) am Donnerstag in seiner Budgetrede im Landtag.

Helmut Bieler  |  NOEN
Der ordentliche Landesvoranschlag, den Bieler unter dem Motto "Landesmittel wirksam einsetzen" präsentierte, sieht für 2014 Einnahmen von 1,062 Milliarden Euro und Ausgaben von 1,068 Milliarden Euro vor.

Im außerordentlichen Voranschlag sind zur Kofinanzierung der EU-Mittel Einnahmen und Ausgaben von jeweils 20 Millionen Euro budgetiert. Die Fondsgebarung ist mit 3,9 Millionen Euro ausgeglichen.

Rund 207 Millionen Euro sollen nächstes Jahr für Investitionen oder investitionsfördernde Maßnahmen aufgewendet werden, erläuterte der Finanzreferent. Das Burgenland erfülle auch 2014 alle Vorgaben des Stabilitätspaktes und könne einen Maastricht-Überschuss von 53,5 Millionen Euro erreichen.

Die direkten Finanzschulden des Landes steigen 2014 um sechs Millionen auf 283,5 Millionen Euro, so Bieler. Der maastrichtrelevante Schuldenstand - einschließlich "selbsttragender" Schulden von Landesgesellschaften - werde sich 2014 auf rund 1,23 Milliarden Euro belaufen.

Seit man einen Konsolidierungskurs beschritten habe, sei es gelungen, ausgabenseitig 120 Millionen Euro einzusparen, berichtete der Finanzreferent. Die Konsolidierung könne noch beschleunigt werden, da die prognostizierte Neuverschuldung im Rechnungsabschluss 2012 um zwei Millionen Euro unterschritten worden sei.