Erstellt am 26. Juli 2013, 14:33

Burgenland erhält mehr Fördergeld. Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hat am Freitag von einem "Zwischenerfolg" für sein Bundesland gesprochen.

Viel an Erklärungsbedarf: Landeshauptmann Hans Niessl im Sommergespräch mit BVZ-Leiter Markus Stefanitsch.  |  NOEN, SEEBACHER
Statt der ursprünglich zugesagten Mittel von 56 Millionen Euro für den nächsten Finanzrahmen konnten nunmehr sogar 73,6 Millionen Euro an Fördergeld erreicht werden. Seitens der EU-Kommission wurde diese Summe grundsätzlich bestätig. Die Staaten hätten Schreiben über die Einstufung der Regionen in bestimmte Kategorien erhalten.
Nachdem für Österreich das Burgenland die einzige Übergangsregion sei, stimmten die von Niessl genannten Zahlen mit der entsprechenden Kategorie überein, hieß es.

Niessl hatte zuvor betont, die bestmögliche Förderung für das Burgenland als Übergangsregion in der Förderperiode 2014 bis 2020 erreicht zu haben. Die Summe von 76,3 Millionen sei nun die Basis für die Verhandlungen mit dem EU-Parlament.
 „Mit der Einstufung als Übergangsregion haben wir schon einen wichtigen Teilerfolg erreicht. Intensive und laufende Gespräche mit den Verantwortlichen der EU haben ergeben, dass die bislang zugesagten Mittel von 56 Millionen Euro von der Europäischen Kommission in Richtung 73,6 Millionen Euro aufgestockt wurden“, so Niessl. In den vergangenen Monaten habe es intensive Gespräche in Brüssel mit EU-Vertretern gegeben. „Wir wollen den Aufschwung des Burgenlandes weiter fortsetzen. Je mehr EU-Mittel wir lukrieren können, desto besser – deshalb haben wir nicht locker gelassen und nutzen alle Chancen.“

Auch die Bundesregierung habe bereits ein Zusatzprogramm für das Burgenland zugesichert. "Wir machen das alles, um weiter investieren zu können", jubelte Niessl. Auch in der kommenden Förderperiode gehe es darum, auf den erfolgreichen burgenländischen Mix zu setzen. Investitionen in die Modernisierung der Wirtschaft, in die Schaffung von Arbeitsplätzen, in die Aus- und Weiterbildung.

Erfreut zeigte sich Niessl auch über zahlreiche Gespräche auf internationaler Ebene. Bei der Premiere in Bayreuth sei er mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel zusammengetroffen, die "über die besondere Situation des Burgenlandes voll informiert" gewesen sei. Es habe auch Gespräche mit dem deutschen EU-Energiekommissar Günther Oettinger, Regionalkommissar Johannes Hahn und dem Präsidenten des EU-Parlaments Martin Schulz gegeben, die "Früchte getragen" haben.