Erstellt am 02. September 2013, 12:25

Burgenland erreicht NMS-Vollausbau. Das Burgenland hat als erstes Bundesland den Vollausbau bei der Neuen Mittelschule (NMS) erreicht.

 |  NOEN, Eva Maria Leeb

Mit dem Schuljahr 2013/14 sind alle 41 früheren Hauptschulstandorte umgestellt. Damit wurde Vorarlberg, wo es noch drei Hauptschulen gibt, bei der Umstellung überholt. "Ich freue mich, dass aus dem Schulversuch nun flächendeckend eine neue Schulart geworden ist", sagte Unterrichtsministerin Schmied. Sie werde nicht müde, zu betonen, "dass es (die NMS, Anm.) für uns ein Zwischenschritt ist auf dem Weg zu einer gemeinsamen Schule. Und diese politische Entscheidung steht einfach an", so Schmied. Mit der neuen Pädagogenausbildung sowie dem neuen Dienstrecht und Investitionsoffensiven seien die Weichen gestellt. Die Politik müsse nun die Möglichkeit schaffen, dass die Komplettumstellung gelinge.

Dass die NMS eine "Leistungsschule" sei, würden die Ergebnisse der Absolventen der ersten Jahrgänge zeigen, erklärte die Ressortchefin: Über 59 Prozent von ihnen - um 11,2 Prozentpunkte mehr als zuvor Absolventen von Hauptschulen - hätten die Möglichkeit, eine höhere Schule zu besuchen.

Neue Pädagoginnenbildung löst Zwei-Klassen-Gesellschaft auf

Eine wichtige Rahmenbedingung sei die neue Pädagoginnenausbildung, die keinen Unterschied mehr mache bei der Ausbildung im Fachbereich für Neue Mittelschule, Hauptschule und AHS-Unterstufe. "Da lösen wir die Zwei-Klassen-Gesellschaft einmal bei den Lehrern und Lehrerinnen auf", sagte Schmied.

Die zweite wichtige Maßnahme sei das neue Dienst- und Besoldungsrecht mit gleichwertiger Bezahlung. Und dann müssten "alle konstruktiven Kräfte in Österreich" ihre Kräfte bündeln. "Da muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen und dann muss die Entscheidung getroffen werden: Gemeinsame Schule", meinte die Ministerin.

Kein anderes Bundesland habe bei der Umstellung auf die NMS die 100 Prozent erreicht, sagte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). In Wien seien bisher 95,7 Prozent der Hauptschulen umgestellt, Salzburg etwa habe 57,7 Prozent NMS, so Niessl, der ebenfalls die Bedeutung ganztägiger Schulformen hervorhob.