Erstellt am 04. September 2011, 13:25

Burgenland feiert 90 Jahr-Jubiläum. Mit einer Festsitzung des Landtages und einer großen Feier mit der Bevölkerung am Europaplatz vor dem Landhaus in Eisenstadt haben am Sonntag die Veranstaltungen zum Jubiläum "90 Jahre Burgenland" ihren Höhepunkt erreicht. An der Sitzung, die um 11.00 Uhr begann, nahmen auch Bundespräsident Fischer sowie Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Spindelegger und Nationalratspräsidentin Prammer teil.

Die Entwicklung des Burgenlandes sei "eine Geschichte des Aufstiegs", erklärte Landeshauptmann Niessl. Aus dem einstigen Schlusslicht sei "ein Vorzeige-Bundesland" geworden. Die historischen Veränderungen in Europa, die Ostöffnung und der EU-Beitritt hätten dem Burgenland neue Chancen eröffnet. "Wir haben diese Chancen genutzt. Und wir haben die Zukunft fest im Blick", sagte Niessl.

Das Burgenland sei im 20. Jahrhundert mehrmals zum Schauplatz der europäischen Geschichte und 1989 "zu einem wesentlichen Tor der Freiheit für Hunderttausende" geworden, sagte Bundeskanzler Faymann. Es sei "ein besonders herausragendes Beispiel in Europa, dass man Unterschiedlichkeit in Geschichte, Kultur und Sprache nicht als Bedrohung versteht", sondern dass man es als Chance der Vielfalt und als gemeinsame Stärke verstehe.

Er freue sich, dass man "in guter Stimmung und mit Stolz einen schönen, runden Geburtstag" feiern könne, sagte Bundespräsident Fischer, der "herzliche Geburtstagsgrüße an das Burgenland"überbrachte. Das Staatsoberhaupt erinnerte an die "dramatischen Geburtsvorgänge" rund um die Entstehung des Burgenlandes. Nach dem Vertrag von St. Germain 1919, in dem es Österreich zugesprochen wurde, habe es noch zwei "turbulenten Jahre mit schwierigen Verhandlungen" gedauert, bis das Burgenland ein fixer Bestandteil der Republik Österreich gewesen sei.