Erstellt am 21. September 2012, 17:08

Burgenland gibt Hoffnung auf Status als Übergangsregion nicht auf. Das Burgenland gibt die Hoffnung, in der EU-Finanzperiode ab 2014 als Übergangsregion eingestuft zu werden, nicht auf.

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Der von Regionalkommissar Johannes Hahn vorgeschlagene Status für Regionen mit einem BIP pro Kopf von 75 bis 90 Prozent des EU-Durchschnitts könnte bei den EU-Finanzverhandlungen ab Montag kippen, berichtete das "WirtschaftsBlatt" am Freitag. Landeshauptmann Hans Niessl (S) kündigte bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt eine gemeinsame Resolution des Burgenlandes mit anderen Regionen an. Damit wolle man darauf aufmerksam machen, wie wichtig der Übergangsregionen-Status nicht nur für das Burgenland, sondern für viele andere Gebiete sei.

Man nehme die Befürchtungen ernst und arbeite seit zwei Jahren im guten Kontakt zu Hahn, zu anderen Regionen sowie zum Ausschuss der Regionen daran, dass man diesen Status bekomme, erklärte Niessl. Die Resolution soll in Eisenstadt präsentiert und dann den zuständigen Stellen in Brüssel übergeben werden. Er gehe davon aus, dass dies in den kommenden zwei Monaten erfolge. Zuvor sei noch "die Feinabstimmung mit den anderen Regionen" notwendig.

Falls die EU den Status der Übergangsregion streiche - dies sei "eine Option", zitierte das "WirtschaftsBlatt" einen Diplomaten - bedeute dies für das Burgenland einen massiven Verlust von Fördermitteln, "den wir so nicht haben wollen", so Niessl. Das Ziel sei klar: "Ich gehe davon aus, dass wir Übergangsregion sein werden und damit die besten Förderungen aller österreichischen Bundesländer haben werden", erklärte der Landeshauptmann. "Zwischen den neuen EU-Ländern, unseren Nachbarn und dem Burgenland darf dieses Fördergefälle nicht zu groß werden." Dies sei ein wesentlicher Grund, warum man Übergangsregion werden wolle.