Luising , Eisenstadt

Erstellt am 06. Oktober 2016, 10:53

von APA Red

Jagdgesetz stößt beim VGT weiter auf Kritik. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) übt weiter Kritik an der in Begutachtung befindlichen Novelle zum Burgenländischen Jagdgesetz.

Symbolfoto  |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Stein des Anstoßes ist für die Tierschützer, dass die Gatterjagd zwar strenger reglementiert, aber weiterhin erlaubt bleiben soll. Aktivisten machten am Donnerstag vor dem Landhaus in Eisenstadt auf diesen Umstand aufmerksam.

Agrarlandesrätin Verena Dunst (SPÖ) habe einen "Paradigmenwechsel" im Jagdgesetz versprochen, so VGT-Campaigner Georg Prinz zur APA."Es hat so geklungen, als wäre das das erste Jagdgesetz Österreichs, wo Tierschutz wirklich drinnen steht."

"Wir wollen, dass das ganz aufhört"

Derzeit sei die Jagd vom Tierschutz "komplett ausgenommen". Die Gatterjagd sei weiter erlaubt, ebenso das Aussetzen von Zuchttieren sowie der Haustier-Abschuss von Katzen und Hunden, so Prinz, der auf ein Gutachten des ao. Univ. Prof. Dr. Stefan Hammer von der Universität Wien hinwies.

Dieser kommt zu dem Schluss, dass der Landesgesetzgeber befugt sei, die bestehenden Möglichkeiten der Gatterjagd aus Gründen des Tierschutzes einzuschränken, soweit dies im öffentlichen Interesse des Tierschutzes geboten erscheine. Eine Rechtslage, die den Tierschutz in Bezug auf die Erlaubnis der Gatterjagd nicht berücksichtige und dadurch den gewandelten Wertvorstellungen zum Tierschutz zuwiderlaufe, könne als unsachlich und damit als verfassungswidrig gelten, argumentiert Hammer in dem der APA vorliegenden Schreiben.

Im Burgenland gebe es acht Jagdgatter. "Wenn es die weiter gibt, dann gibt es in denen auch weiterhin Gatterjagd. Wir wollen, dass das ganz aufhört", sagte Prinz. Der VGT begrüße es als "ersten Schritt", dass es zumindest keine neuen Gatter mehr geben solle. Das Aussetzen von Fasanen, die dann gejagt werden, könne man hingegen "sofort verbieten", meinte der VGT-Aktivist. Hier greife das Argument des Eingriffs ins private Recht nicht.