Erstellt am 05. Juni 2015, 21:56

von APA Red

Babler fordert Faymann-Rückzug. Der SPÖ-Bürgermeister von Traiskirchen, Andreas Babler, hat am Freitagabend wegen der rot-blauen Koalition im Burgenland den Rücktritt von SP-Bundesparteichef Werner Faymann gefordert.

SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler: Scharfe Kritik an SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer.  |  NOEN, NÖN
Es sei festzustellen, dass sich die Partei "im freien Tiefflug" befinde, sagte der wegen des Traiskirchner Flüchtlingslagers im Fokus der Öffentlichkeit stehende Ortschef.
Zuvor hatte Babler im Kurznachrichtendienst Twitter gemeint, es sei für seine Partei "Zeit zum Handeln": "Eine Funktionstrennung von Kanzler und Parteivorsitzendem muss her und beides ohne Werner F.", schrieb er.

Zur APA sagte der Bürgermeister – der bereits zuvor als Kritiker Faymanns galt – , dies sei als Aufforderung zum Rücktritt zu verstehen. Verärgert gab sich der Traiskirchner Stadtchef auch darüber, dass Faymann es zulasse, dass durch die Entscheidung von Burgenlands Landesparteichef Hans Niessl "der SPÖ Wien in einer ganz schwierigen Wahlauseinandersetzung in den Rücken gefallen wird".

Berufliche Veränderungen könnte es laut einem Bericht des "Standard" für SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos geben, er könnte demnach die Bundesgeschäftsstelle verlassen und künftig Landesrat für Soziales im Burgenland werden. Faymann hingegen sagte im "Kurier", Darabos bleibe Bundesgeschäftsführer. Auf eine entsprechende Frage antwortete der Kanzler: "Ja, Darabos bleibt."