Erstellt am 09. Januar 2012, 14:55

Burgenland-Kommunalwahl - SPÖ will mehr Ortschefs und Mandate. Im Burgenland werden am 7. Oktober die Bürgermeister und Gemeinderäte neu gewählt. Der Urnengang hat die Sozialdemokraten am Montag auch in ihren Gremien beschäftigt

Ziel für die Kommunalwahl, bei der die SPÖ 2007 landesweit 47,7 Prozent der Stimmen und 1.546 Mandate erreichte, sei "ein Plus": "Wir wollen mehr Bürgermeister haben, wir wollen Mandate dazugewinnen und wir wollen neue Gemeindevorstände ebenfalls dazugewinnen", erklärte Landeshauptmann Hans Niessl bei einer Pressekonferenz nach dem Landesparteivorstand in Eisenstadt.
 
Bei der Landtagswahl 2010 kam die SPÖ auf 48,3 Prozent. "Natürlich liegt die Latte auch bei den Gemeinderatswahlen sehr hoch", meinte Niessl. Derzeit stellen die Sozialdemokraten 88 Bürgermeister. "Ich hätte gern den Neuner davor", sagte der SPÖ-Chef und fügte hinzu: "Und bei den Frauen den Einser und eine Null." Mit sieben Bürgermeisterinnen haben die Sozialdemokraten als einzige Partei Frauen in den Top Jobs der Kommunalpolitik. In den kommenden Tagen sollen zwei weitere Frauen Ortschefinnen werden, so Frauenlandesrätin Verena Dunst. Ein Zuwachs von "mindestens hundert Gemeinderätinnen" - 2007 wurden 325 der SP-Mandate von Frauen erobert - sei ebenfalls ein Ziel.
 
Auch um junge Wähler will die SPÖ besonders werben. Den Auftakt für den Wahlkampf bilden Bezirkskonferenzen. Gestartet wird am 28. März in Frauenkirchen, so Niessl. Am 27. Juni findet in Oberwart ein Landesparteitag unter dem Motto "Dein Zu Hause, Deine Wahl" statt: "Es wird der erste offene Landesparteitag sein", erklärte Niessl: "Grundsätzlich kann sich jeder anmelden mit einer Gastdelegiertenkarte." Dem Gedanken der Öffnung will man auch in den Listen Rechnung tragen. So sei etwa der Spitzenkandidat in Parndof kein SPÖ-Mitglied.
 
"Bei der Gemeinderatswahl werden die Karten neu gemischt und die SPÖ stellt den Anspruch, die klare Nummer Eins zu bleiben", erklärte Landesgeschäftsführer Robert Hergovich. Die Landespartei wolle die Ortsorganisationen "dort unterstützen, wo wir gebraucht werden." Dabei gehe es um Sach- statt um Geldleistungen. Als Beispiele nannte Hergovich das Angebot von Seminaren sowie Hilfe beim Auftritt in den Neuen Medien. Am wichtigsten bleibe jedoch weiterhin der persönliche Kontakt, weshalb im Wahljahr auch "eine große Talk-Offensive" mit Hausbesuchen und Umfragen geplant sei.