Erstellt am 09. Oktober 2012, 16:47

Burgenland lobbyiert in Brüssel für Übergangsregion. Das Burgenland will in der nächsten EU-Förderperiode den Status einer "Übergangsregion" erlangen und dadurch weitere Mittel für die Region lukrieren.

SPÖ-Bezirksvorsitzender Christian Illedits: »Es ist unangebracht, junge Menschen einzuschüchtern.«  |  NOEN
Das "Netzwerk der Übergangsregionen", das aus über 20 europäischen Regionen, darunter das Burgenland, besteht, hat aus diesem Grund eine Deklaration verfasst, erklärte der burgenländische SPÖ-Klubchef Christian Illedits am Dienstag.

In der letzten Phase der Verhandlungen über den nächsten EU-Finanzrahmen bis 2020 unterstreichen die Regionen aus Österreich, Belgien, Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien ihre Forderung, den Vorschlag der Europäischen Kommission, "Übergangsregionen" zu schaffen, auch umzusetzen. Nach dem Kommissionsvorschlag würde es sich um Gebiete handeln, in denen das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zwischen 75 und 90 Prozent des EU-Durchschnitts liegt.

Die Regionen können dabei auf die Unterstützung des zuständigen EU-Regionalkommissars Johannes Hahn zählen. Er hatte sich erst kürzlich wieder für die Schaffung von "Übergangsregionen" ausgesprochen. Auch dem Burgenland sollte dieser Status zuerkannt werden, meinte er.

Hahn erhält die Erklärung am Dienstagabend, so Illedits. Übergeben wurde sie bereits an Hannes Swoboda, dem sozialdemokratischen Fraktionschef im EU-Parlament.

Lopatka unterstützt Vorschlag für Burgenland als Übergangsregion

Außenamts-Staatssekretär Reinhold Lopatka (V) hat seine Unterstützung für den Vorschlag ausgesprochen, das Burgenland auch nach dem Ende des laufenden EU-Finanzrahmens als "Übergangsregion" anzuerkennen und damit auch weiterhin mehr EU-Mittel zukommen zu lassen als den restlichen österreichischen Regionen. "Dafür werde ich kommende Woche in Luxemburg kämpfen", sagte Lopatka.

Der Staatssekretär soll am Montag zu Verhandlungen über das EU-Budget nach Luxemburg reisen. Lopakta spricht sich gegen höhere Ausgaben im Finanzrahmen von 2014 bis 2020 aus, den die EU-Kommission gerne von 925 auf 1.025 Milliarden aufstocken würde. Allerdings soll es nach Ansicht Lopatkas keine Einbußen für Österreich bei der Regionalförderung geben.