Erstellt am 11. Juni 2013, 16:20

Burgenland senkt Mindestschülerzahl für Neue Mittelschule. Im Burgenland wollen SPÖ und ÖVP die für den Bestand erforderliche Mindestschülerzahl für Neue Mittelschulen von 90 auf 80 senken, bestätigte SP-Klubobmann Christian Illedits.

 |  NOEN, Wodicka; A-4062 Thening (BilderBox)
Der notwendige Beschluss im Landtag soll aller Voraussicht nach am 27. Juni gefasst werden, erklärte VP-Klubobmann Rudolf Strommer.

Die Regelung sei Teil eines Pflichtschulpakets, das demnächst präsentiert werden soll, so Illedits. Sie sei notwendig geworden, nachdem die Neue Mittelschule im Burgenland ab September flächendeckend umgesetzt sei. Die neue Untergrenze soll ab dem Schuljahr 2016/17 zur Anwendung kommen.

"Die wohnortnahe Schule soll im Burgenland State of the Art sein", meinte Illedits. Die Zahl von 80 Schülern sei pädagogisch noch vertretbar im Hinblick auf die erforderliche Zahl der Lehrer, um Erfolg versprechend unterrichten zu können.

Mit 80 Schülern habe jede Schule noch die Chance, zu bestehen, so Strommer. Zur neuen Regelung sei es gekommen, "weil die Zahl 90 zu großen Schwierigkeiten im Burgenland geführt hat", meinte der VP-Klubobmann.

Um eine Schließung der örtlichen Hauptschule zu verhindern, waren in Vergangenheit in einigen burgenländischen Gemeinden Schüler aus Ungarn zum Schein mit einem Wohnsitz angemeldet worden. In der Causa gab es bereits Schuldsprüche wegen Amtsmissbrauchs gegen einzelne aktive bzw. ehemalige Ortschefs. Einige Verfahren sind noch bei der Staatsanwaltschaft anhängig.