Erstellt am 24. April 2015, 21:59

von APA/Red

FPÖ schloss bei Halbturn symbolisch die Grenze. Mit einer Kundgebung in Halbturn im Bezirk Neusiedl am See, nur wenige Meter von der ungarischen Grenztafel entfernt, hat die FPÖ Burgenland am Freitagabend ihrer Forderung nach der Wiederaufnahme von Grenzkontrollen Ausdruck verliehen.

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Knapp 50 Menschen waren der Einladung der Freiheitlichen zur symbolischen "Grenzschließung" gefolgt. Mit dem Rücken zum Nachbarland, neben einem symbolisch aufgestellten Grenzbalken, erklärte Parteiobmann Johann Tschürtz seinen Zuhörern, dass es nach der Landtagswahl nur mit den Freiheitlichen "klare Wege geben" werde.

"Wir wollen Grenzkontrollen sofort, wir wollen Alarmanlagen direkt zur Polizei geschaltet haben, wir wollen Videoüberwachung an der Grenze - und nicht in Kittsee, wo die Dorfbewohner überwacht werden", fasste Tschürtz die FPÖ-Forderungen zusammen.

"Wenn die Freiheitlichen da etwas zum Reden haben, dann werden sofort Grenzkontrollen durchgeführt, nicht nur im Hinterland, sondern direkt an den Grenzen, das verspreche ich euch", versprach der FPÖ-Obmann, nach der Wahl in etwaigen Koalitionsgesprächen dieses Thema anzuschneiden.

Tschürtz: "Wie soll das funktionieren?"

Nur mit der FPÖ werde es "burgenländische Arbeitsplätze für Burgenländer zuerst geben", wiederholte Tschürtz eine weitere blaue Kernbotschaft. 350.000 Menschen aus Ungarn hätten schon "gezeigt, dass sie nach Österreich arbeiten kommen wollen". Er frage sich, "wie soll das funktionieren?"

Wenn die EU es nicht zulasse, dass man "burgenländische Arbeitsplätze für Burgenländer" schaffe - "Na, dann sollen sie uns alle einsperren", rief der FPÖ-Landesobmann, der bei der Kundgebung auch seine Forderung nach einer "Höchstgrenze bei allen, die in unser Land kommen", erneuerte.

Auch die Grünen waren am Freitag an der burgenländisch-ungarischen Grenze unterwegs. Bei einer Radtour entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs wollten der Europaabgeordnete Michael Cramer sowie Abg. Georg Willi, Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller und die stellvertretende Bezirksvorsteherin von Wien Wieden, Barbara Neuroth, "ein Zeichen dafür setzen, dass Reisefreiheit und offene Grenzen auch innerhalb Europas für viele Jahrzehnte keine Selbstverständlichkeit waren."

Ihre Route führte die Abgeordneten von Deutschkreuz zur Gedenkstätte an das Paneuropäische Picknick an der Grenze zwischen St. Margarethen und Fertörakos.