Erstellt am 10. März 2015, 12:20

von APA/Red

ÖVP präsentiert am 8. Mai Wahlprogramm. Seit September sammelt die ÖVP Burgenland Ideen für ihr Wahlprogramm zum Urnengang am 31. Mai. Im Rahmen von Hausbesuchen und im Internet konnten die Bürger ihre Anregungen einbringen.

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Derzeit läuft eine Online-Befragung für Parteimitglieder. Das fertige Wahlprogramm soll am 8. Mai präsentiert werden, so ÖVP-Landesgeschäftsführer Christian Sagartz am Dienstag in Eisenstadt.

Im Rahmen einer "Hausbesuchsoffensive" wurden 3.711 ausgefüllte Fragebögen gesammelt. Interessierte hatten die Möglichkeit, 15 festgelegte Themenschwerpunkte online zu kommentieren und zu ergänzen und so "quasi das Programm der ÖVP Burgenland zur Landtagswahl 2015 selbst mitzuschreiben", erläuterte Sagartz. Dieser Prozess sei inzwischen abgeschlossen, die Ergebnisse müssten noch eingearbeitet und sozusagen beschlussfähig gemacht werden.

Bei den drei Online-Befragungen für Parteimitglieder habe ein Schwerpunkt der Stärkung des ländlichen Raumes gegolten, auch das Thema Verkehr und Mobilität sei vielen Leuten wichtig. "Ein Thema zieht sich durch, das ist die Frage Arbeitsplatz und Jobsicherheit im Burgenland", schilderte Sagartz.

Der Programmprozess wurde von ÖVP Jugendsprecher Christoph Wolf und JVP-Obmann Patrik Fazekas moderiert. Die JVP habe mit einer Umfrage im Jänner versucht, Themen auszuloten, die die Jugendlichen bewegen, berichtete Fazekas. Dabei hätten sich drei große Schwerpunkte ergeben - Bildung, Arbeitsmarkt und Mobilität - wo sich die Jugendlichen wünschten, dass Akzente gesetzt werden.

Volkspartei sammelte Ideen bei Hausbesuchen, im Internet und bei Befragungen

Bei Gesprächen im Kaffeehaus habe sich gezeigt, dass die Menschen "sehr dankbar dafür sind, dass man zuhört", berichtete Wolf. Dabei gehe es großteils "nicht um hochgestochene akademische Themen, sondern ganz banale Dinge, die man, wenn man genau zuhört, relativ schnell lösen kann."

Sich nur auf das Internet und moderne Medien zu konzentrieren, sei nach seiner Einschätzung nicht möglich, sagte Sagartz: Er schätze, dass sich rund 20 Prozent der Parteimitglieder auf diesem Weg angesprochen gefühlt hätten: "Aber das direkte Gespräch bei Hausbesuchen, im Kaffeehaus oder bei einer Jugendveranstaltung ist durch nichts zu ersetzen."

Für das Wahlprogramm gebe es bereits einige große Leitlinien. Es solle in der Endfassung "kein 200-seitiges Elaborat" werden, sondern "einige wenige, ganz konkrete Antworten auf die politischen Anliegen unserer Bevölkerung" enthalten, so der Landesgeschäftsführer.