Erstellt am 03. Januar 2011, 13:45

BZÖ-Chef Bucher will Bankengipfel wegen Gebührenerhöhungen. Ab kommendem April passen mehrere Banken ihre Kontoführungsgebühren an Teuerung an.

BZÖ-Chef Josef Bucher hat am Montag von Finanzminister Josef Pröll (V) die Einberufung eines Bankengipfels und die Abgabe einer Garantierklärung durch die Kreditinstitute gefordert. Bucher befürchtet, dass sich die Banken "ein zusätzliches Körberlgeld über die Gebührenerhöhung schaffen, also um mehr als einen Ausgleich der Pröllschen Abgabe erhöhen." Die Bankenabgabe ist per 1. Jänner in Kraft getreten.

Bank Austria, Erste Bank und Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien passen am 1. April ihre Kontoführungsgebühren an die Teuerung an, bei BAWAG P.S.K. ist dies für kommenden 1. Juli vorgesehen.

Banken zu Gebühren: "Reine Inflationsabgeltung"

Die Banken haben die Vorwürfe von Bucher zurückgewiesen. Nach Banken-Darstellung handelt es sich bei den ab 1. April möglichen Erhöhungen um eine routinemäßige Kompensation der Teuerungsrate.

Es gehe maximal "um eine reine Inflationsabgeltung, das hängt mit dem Thema Bankenabgabe in keiner Weise zusammen", sagte ein Sprecher von Bank Austria/UniCredit. Ein Sprecher der Erste Bank verwies auf eine bereits vor Jahren mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) vereinbarte Preisanpassungsklausel, "insofern sind die Aussagen von Abgeordnetem Bucher nicht korrekt".