Erstellt am 19. Oktober 2013, 17:02

BZÖ rief in Linz Neustart aus. Das BZÖ hat nach seiner Wahlschlappe bei der jüngsten Nationalratswahl mit einem außerordentlichen Bundeskonvent am Samstag in Linz seinen Neustart ausgerufen.

Gerald Grosz wurde dabei mit 179 Stimmen und drei Enthaltungen von 182 Wahlberechtigten zum neuen Bundesobmann gekürt. Er präsentierte seine Vorstellungen, wie die politische Bewegung wieder erstarken soll. Grosz, der nach der Wahl für seine neue Aufgabe Laufschuhe überreicht bekam, sieht eine Stunde Null und die große Chance für einen Neubeginn. Er und andere verwiesen darauf, dass man 166.000 Wählern verpflichtet sei. Inhaltlich will er sich künftig auf die Themen flächendeckende Gesundheits- und Notversorgung, die Zusammenlegung von 22 Sozialversicherungsanstalten, Finanzierung der Pflege, Flat-Tax, Bemühungen um ausreichend Arbeitsplätze, die Klein- und Mittelbetriebe und Sicherheit konzentrieren.

Kantiger und lauter

Der neue Obmann gestand in seiner Rede ein, es seien Fehler gemacht worden, aber schon vor vier Jahren, als man sich nicht konsequent genug für den politisch heimatlosen Mittelstand eingesetzt habe und sich auch personell nicht durchringen habe können, sich von Altlasten zu befreien. Die Arbeit in der außerparlamentarischen Opposition ist für Grosz "kein Beinbruch". Er will, dass das BZÖ künftig kantiger und lauter wird, aber dabei niemals den Weg der intellektuellen Redlichkeit verlässt.

Unter den teilnehmenden 182 Mitgliedern befand sich der zurückgetretene Obmann Josef Bucher, der vom Publikum Standing Ovations und von den Rednern exzessives Lob für seine Tätigkeit erhielt. Die bisherigen Bucher-Stellvertreter Ursula Haubner und Herbert Scheibner beendeten in Linz ebenso ihre Tätigkeit und kündigten einen Generationenwechsel an. Ebenfalls in Linz dabei Generalsekretär Rainer Widmann, Peter Westenthaler und Sigisbert Dolinschek.

Generationswechsel vollzogen

Der Generationswechsel wurde mit der Wahl der Stellvertreter von Grosz vollzogen. Marianne Edlacher, eine in der Kommunalpolitik ihrer Heimatgemeinde Grafenstein in Kärnten tätige Zahnarztassistentin und der Obmann der BZÖ-Jugend und Stellvertreter der oö. Landesobfrau Ursula Haubner, der selbstständige Speditionskaufmann Florian Heimbucher aus Bad Hall erhielten ebenfalls große Zustimmung der Mitglieder.