Erstellt am 01. Oktober 2013, 14:32

BZÖ schließt Petzner aus der Partei aus. Das BZÖ hat am Dienstag den stellvertretenden Klubchef Petzner aus der Partei ausgeschlossen.

Dies teilte der geschäftsführende Kärntner BZÖ-Obmann Dolinschek in Vertretung von Parteichef Bucher mit. Ausgeschlossen wurde auch der Kärntner Landtagsabgeordnete Korak. Als Begründung wurde "parteischädigendes Verhalten" genannt.

"Dies wurde zuvor mit Landesobmann Josef Bucher besprochen und wird wegen Gefahr in Verzug mit sofortiger Wirkung wirksam. Es ist nicht mehr zu verantworten, dass beide als BZÖ-Vertreter mit ihren Aussagen dem Bündnis Schaden zufügen", erklärte Dolinschek. Petzner und der orange Europaabgeordnete Stadler hatten ebenso wie der Tiroler BZÖ-Obmann Huber zuvor mehr oder weniger deutlich Buchers Rückzug gefordert. Korak, einer der beiden orangen Landtagsabgeordneten in Kärnten, hatte am Montag erklärt, er wolle nicht auf seinen Landtagssitz verzichten, sollte Bucher überlegen, sein Kärntner Landtagsmandat ausüben zu wollen.

Dolinschek drohte zudem der letzten verbleibenden orangen Abgeordneten im Landtag, Johanna Trodt-Limpl, mit Ausschluss, sollte sie nicht auf ihr Mandat zugunsten Buchers verzichten. "Es wäre doch wohl selbstverständlich, dass die Abgeordneten auf ihren Sitz verzichten, wenn Bucher als Landesparteiobmann die Funktion im Landtag übernehmen möchte", meinte er.

Dolinschek-Rücktritt? "Ich bin weiter in Amt und Würden!"

Korak und Trodt-Limpl sehen das offenbar anders. Beide hatten schon am Montag erklärt, nicht zugunsten Buchers auf ihr Mandat verzichten zu wollen. Außerdem hatte sie mit Korak gemeinsam bekundet, aus dem BZÖ auszutreten, falls Bucher als Parteichef nicht zurücktrete.

Unterdessen zweifelte Korak an, dass Dolinschek überhaupt jemanden ausschließen könne. Dieser sei nämlich im Juli aus allen Funktionen zurückgetreten. In einem E-Mail Dolinscheks an Bucher vom 15. Juli 2013 erklärt dieser unter anderem tatsächlich "mit sofortiger Wirkung" als geschäftsführender Landesparteiobmann zurückzutreten. "Das ist ein altes Schriftstück", sagte Dolinschek am Dienstag dazu. Er habe nach dem Schreiben an Bucher eine Aussprache mit diesem gehabt. "Ich bin weiter in Amt und Würden".