Erstellt am 01. Mai 2012, 12:48

BZÖ und FPK unterstützen Burgstaller-Vorschlag. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hat für ihren Vorstoß für eine Urlaubskürzung bei den Lehrern Unterstützung vom BZÖ und der FPK bekommen.

Das komme seinen Vorstellungen sehr nahe, sagte BZÖ-Chef Bucher. Lehrer sollten in der schulfreien Zeit Förderunterricht geben, keine private Nachhilfe. Auch Kärntens Landeshauptmann Dörfler zeigte sich erfreut über Burgstallers Stellungnahme.

"Es ist höchst an der Zeit, dass im Rahmen einer flächendeckenden Ganztagsschule für die Aufgaben der Sommerkinderbetreuung auch für Lehrer die gleichen Spielregeln gelten müssen wie für jeden anderen Arbeitnehmer in Österreich", erklärt Dörfler. Es führe an der flächendeckenden Ganztagsschule und an entsprechenden Bildungsferienangeboten kein Weg mehr vorbei. "Ich vertrete mit Gabi Burgstaller eine gemeinsame Linie. Das Lehrerdienstrecht muss dahingehend geändert werden, dass auch Lehrer zur Bildungszukunft ihren Beitrag zu leisten haben", so Dörfler.

Gerade am Tag der Arbeit müsse klar sein, dass Arbeitsrechte und Arbeitspflichten nicht einseitig Leistungsträgern zugeordnet werden können. "Arbeitszeiten und Urlaubsrechte müssen in allen Bereichen der Arbeitswelten gleich gelten", so der Kärntner Landeshauptmann.

Kritik kam von den Grünen. Bildungssprecher Walser zeigte sich wenig begeistert von Burgstallers Vorstoß. "Es ist kontraproduktiv, wenn Vertreterinnen und Vertreter der Koalitionsparteien in Sachen Lehrerdienstrecht jede Woche eine andere Sau durchs Dorf treiben. Das ist populistisch und unterstellt, dass Lehrkräfte derzeit zu wenig arbeiten." Man könne zwar über die Ferienregelung nachdenken, Walser sprach sich aber dagegen aus, dass immer nur ein Aspekt aus der komplexen Materie herausgegriffen werde. Er fordert daher Unterrichtsministerin Schmied auf, endlich die Eckpunkte des geplanten neuen Dienstrechts offenzulegen.