Erstellt am 26. August 2011, 09:33

BZÖ Vorarlberg hat Gorbach-Ausschluss vollzogen. Das BZÖ Vorarlberg hat sein Gründungsmitglied Hubert Gorbach erwartungsgemäß ausgeschlossen. In der Parteivorstandssitzung am Donnerstagabend habe es "lange Diskussionen" gegeben, letztlich sei der Beschluss aber einstimmig ausgefallen.

"Von Huberts Seite kommen immer wieder Sachen, die der Partei nicht guttun. Wir mussten darum diesen Schritt setzen", so der Vorarlberger BZÖ-Obmann Hagen.

Man wolle "alte Geschichten ad acta legen", weil es sich beim BZÖ unter Josef Bucher um eine neue Partei handle, die "sauber und transparent" sein wolle. Man habe auch die Partei in Vorarlberg gerade auf neue Füße gestellt, die derzeit agierenden Personen seien in Gorbachs Zeit noch gar nicht aktiv gewesen. Man wolle sich daher im Kontakt mit der Bevölkerung nicht für etwas verteidigen müssen, für das man gar nichts könne, auch wenn man Gorbach nicht vorverurteilen wolle. "Was da dran ist, kann nur er selber sagen", betonte Hagen. In der Situation müsse eine Partei aber auch ohne die Sachlage genau zu kennen einen "glatten Schnitt" setzen und sich von einer Person trennen, "auch wenn sie noch so verdienstvoll ist".

Bei der Sitzung waren acht der zwölf Vorstandsmitglieder anwesend. Der von ihnen unterzeichnete Brief an Gorbach, der ihm den Ausschluss offiziell mitteilt, wird laut Hagen noch am Freitagvormittag zur Post gehen.

Der ehemalige BZÖ-Geschäftsführer Arno Eccher, der vor einem Jahr als zweiter Landesgeschäftsführer zur FPÖ Vorarlberg zurückkehrte, weist Berichte über Geldflüsse zwischen der Telekom und dem BZÖ oder dessen Agentur Orange zurück. Es habe nie eine Zusammenarbeit gegeben, erklärte er in einem Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten". "Arno Eccher hat nie mit einem Telekom-Vertreter gesprochen, geschweige denn eine Vereinbarung mit einem solchen getroffen", hielt Eccher fest.