Erstellt am 23. August 2012, 14:07

Chancengleichheit durch Ganztages-Schule. Wie die Bildungskarriere von Kindern und Jugendlichen aussieht, hängt in Österreich stark von Bildung, Einkommen und Herkunft der Eltern ab, wie zahlreiche Studie zeigen.

Unterrichtsministerin Schmied will einen Schwerpunkt auf die Verbesserung von Chancengleichheit setzen. Als "zentrales Zukunftsprojekt" nannte sie dabei den Ausbau ganztägiger Schulformen.

Gerade hier ortet sie allerdings noch Nachholbedarf: Denn während an den privaten Schulen "fast durchgängig" Ganztagsbetreuung angeboten werde, gebe es diese nur an 15 Prozent der öffentlichen Schulen. "Hier muss das öffentliche Bildungssystem mit dem Angebot der Privatschulen mithalten und Angebote schaffen." Mehr Chancengerechtigkeit sollen auch Maßnahmen wie das verpflichtende Kindergartenjahr, die Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen sowie die Neue Mittelschule (NMS) mit verstärkter Individualisierung und verpflichtenden Schüler-Eltern-Lehrer-Gesprächen bringen.

Neben Maßnahmen für alle Schüler setzt Schmied auch auf spezifische Integrationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die oftmals aus sozial schwachen Familien kämen: von Sprachförderung bis zu Bildungs- und Kulturprojekten, mit denen kulturelle Barrieren aufgebrochen werden sollen.

Darunter sind auch viele mit der Caritas durchgeführte Projekte: Etwa Lerncafes für Schüler, denen die Eltern nicht bei Hausaufgaben oder Lernen helfen können oder wollen oder die "Parkschule", bei der Schulabbrecher betreut werden. "Ziel muss es aber sein, dass das in der Schule stattfindet", begründet Direktor Michael Landau das Engagement der Caritas bei Bildungsprojekten.