Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

„Comeback“ der Schreiduelle. LANDTAG / Das Geburtstagsfest für Harald Serafin und die Aufhebung der Immunität des Zweiten Landtagspräsidenten Kurt Lentsch ließen die Emotionen hochgehen.

 |  NOEN
x  |  NOEN

VON WOLFGANG MILLENDORFER

Waren die jüngsten Landtagssitzungen noch eher beschaulich über die Bühne gegangen, so fühlten sich die Zuseher in der Vorwoche phasenweise wieder in die Zeit (rot-schwarzer) Streitigkeiten zurückversetzt.

Dabei hielten die Regierungsparteien in der Debatte um das Geburtstagsfest zu Mörbisch-Intendant Harald Serafins 80er in der Wiener Hofburg noch zusammen. Mittels Dringlichkeitsantrag kritisierte die FPÖ nämlich die „Verschwendung von Steuergeld“ (siehe Zitate rechts) und wollte die exakten Kosten der prominent besetzten Party wissen. Die Antwort gab es nur zwischen den Zeilen, als der mit dem Fest erwirtschaftete „zehnfache Werbewert“ mit rund 200.000 Euro beziffert wurde.

„Causa Lentsch“: Jetzt ist  der Staatsanwalt am Zug

Zu teils lautstarken Debatten zwischen SPÖ und ÖVP kam es schließlich gegen Ende der Sitzung, als die Aufhebung der Immunität des Zweiten Landtagspräsidenten Kurt Lentsch auf der Tagesordnung stand. Um die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen Lentsch – im Zusammenhang mit einer Einfamilienhaus- Baubewilligung im Erhohlungsgebiet – aufklären zu können, gab es für die „Auslieferung“ zunächst breite Zustimmung.

Hitzig wurde die Debatte, als von „ähnlichen Fällen“ in anderen Gemeinden die Rede war, die jedoch nicht zur Anzeige gebracht worden seien. Während die ÖVP von „Wahlkampf mit Strafanzeigen“ sprach, verwies die SPÖ auf die „Einzigartigkeit“ der Causa und auf die bestehende Anzeige durch Privatpersonen.

In Feierlaune: Der 80er Harald Serafins – im Bild mit Barbara Karlich, der Moderatorin des Abends – erhitzte die Gemüter.

HAFNER