Erstellt am 31. Mai 2015, 16:50

von APA Red

Darabos: Es ist nichts schönzureden. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos hatte am Sonntag keine Freude beim Anblick der Hochrechnungen für die Steiermark und das Burgenland.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos warf seinen Stimmzettel in die Wahl-Urne seines Wohnorts Kroatisch Minihof (Bezirk Oberpullendorf).  |  NOEN, Kim Roznyak
"Es ist nichts schönzureden, wir haben in beiden Ländern Verluste einfahren müssen", sagte er zur APA. Tröstend dürfte für ihn aber gewesen sein, "dass das Burgenland noch immer die klar stärkste sozialdemokratische Partei repräsentiert in Österreich."

"Ergebnis ermöglicht zumindest Partnersuche"

Sechs Prozentpunkte minus seien "ein schmerzlicher Verlust. Aber das Ergebnis ermöglicht uns zumindest, auch federführend Regierungsverhandlungen zu führen. Wir haben ja ein neues Regierungssystem im Burgenland - weg vom Proporz. Und das Ergebnis mit minus zwei Mandaten ist nicht sehr erfreulich, aber ermöglicht der SPÖ einen Partner zu suchen, der dann auch den Weg, den das Burgenland bisher eingeschlagen hat, auch fortsetzen kann", sagte der in Kroatisch Minihof lebende Politiker.

Die Situation in der Steiermark war laut Darabos zunächst schwer einzuschätzen. "Ich hoffe, dass die Sozialdemokratie in der Steiermark Nummer Eins bleibt und damit auch den Anspruch auf den Landeshauptmann stellen kann. Es war von vornherein klar, dass ein Reformprojekt, wie es Franz Voves begonnen hat, auch zu schmerzlichen Einschnitten führt und damit auch zu einer gewissen Verunsicherung der Wählerinnen und Wähler - das hat man gesehen."

Für den Bundesgeschäftsführer ist es "jetzt zu früh zu sagen, wie es weitergeht. Ich hoffe, dass die SPÖ Nummer Eins bleibt, damit sie auch den Landeshauptmann stellen kann, den Reformweg weitergehen kann und ich bin sicher, dass dann in den nächsten fünf Jahren das Projekt, das Franz Voves eingeleitet hat, positiv beendet werden kann", so Darabos. Für die Steirer heiße es nun hoffen und zittern bis zum Schluss.