Erstellt am 07. März 2013, 19:22

Darabos hat "Alleinverantwortung" in SPÖ-Zentrale. Der scheidende Verteidigungsminister Darabos wird nach seinem Wechsel in die SPÖ-Bundesgeschäftststelle dort die "Alleinverantwortung" tragen.

Das machte er in mehreren Zeitungs-Interviews klar. "Es kann nur einen geben, der das Sagen hat", antwortete er etwa auf eine Frage nach der künftigen Rolle von Laura Rudas.

Für seine künftige Co-Bundesgeschäftsführerin werden aber genügend Agenden übrig bleiben, versicherte Darabos: "Sie wird in der Kommunikation tätig sein. Es gibt genug Arbeit für zwei Bundesgeschäftsführer", sagte der Noch-Verteidigungsminister. Aber: "Ich bin der Chef. Das war für mich die conditio sine qua non, weil im Wahlkampf einer die Letztentscheidung treffen muss."

Im Zusammenhang mit der Wehrpflicht-Kampagne seiner Partei, die der zweite SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter (der in die Volksanwaltschaft wechseln wird) geleitet hatte, übte der Verteidigungsminister leichte Kritik: "Ich will jetzt keine Schmutzwäsche waschen, aber wir hätten Luft nach oben gehabt", sagte er. "Ich hätte das ganze stärker an die SPÖ gebunden und nicht mit einem Personenkomitee gearbeitet."

Sein Wahlziel für die Nationalratswahl hat Darabos klar vor Augen: "Die Sperrminorität von 33 Prozent für Verfassungsgesetze wäre gut", sagte er im "Kurier". Thematisch will er dabei vor allem auf das Thema der Verteilungsgerechtigkeit setzen, wie er betonte.

Eine Rückkehr auf einen Minister-Sessel nach der Wahl will Darabos nicht ausschließen. "Jetzt manage ich einmal den Wahlkampf, alles weitere wird sich zeigen", sagte er. Allerdings: "Eine Rückkehr ins Verteidigungsministerium kann ich ausschließen", so seine Festlegung.