Erstellt am 04. Juni 2015, 11:17

Darabos hat kein Problem mit Rot-Blau, Wiener SPÖ schon. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos hat persönlich "kein Problem" mit der sich abzeichnenden Koalition zwischen seiner Partei und den Freiheitlichen im Burgenland.

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Denn er kenne die handelnden Personen, so Darabos, selbst Burgenländer, am Donnerstag im Ö1-"Morgenjournal". Es gebe im Burgenland auch kaum Widerstände in der Bevölkerung oder innerhalb der SPÖ. Darabos kann sich sogar vorstellen, dass Rot-Blau zum "gelungenen Experiment" wird, wenn die FPÖ eine vernünftige Politik vertrete. Freilich schränkt er ein, dass es auf Bundesebene keine derartige Zusammenarbeit geben werde.

Mehr Probleme mit der Entscheidung von Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), in Koalitionsverhandlungen mit den Freiheitlichen einzutreten, hat die Wiener SPÖ, die im Herbst eine Landtagswahl zu schlagen hat und seit vielen Jahren auf eine klare Abgrenzung zur FPÖ setzt. Landesparteisekretär Georg Niedermühlbichler war am Donnerstag zwar vorerst nicht zu erreichen, hat aber bereits gestern Abend über den Nachrichten-Dienst "Twitter" kundgetan, dass er Niessls Präferenz für Rot-Blau für einen "schweren Fehler" halte.

FPÖ "kein Partner" für Wiener SPÖ

In Wien sei die FPÖ für die Sozialdemokraten jedenfalls "kein Partner". Die Verantwortung für Rot-Blau liege im Burgenland. Die Wiener SPÖ sei nicht "die Gouvernante der anderen Landesparteien". Auch sämtliche SPÖ-nahe Jugendorganisationen von Junger Generation über Sozialistische Jugend bis hin zur roten Gewerkschaftsjugend hatten sich bereits Mittwochabend vehement gegen eine - gleich zwei Bundesparteitagsbeschlüssen widersprechende - Koalition mit der FPÖ gewandt.