Erstellt am 28. Juni 2011, 10:45

Darabos in Wehrpflicht-Debatte wegen ÖVP verstimmt. Die Wehrpflichtdebatte sorgt in der Koalition weiter für schlechte Stimmung. Verteidigungsminister Darabos zeigte sich am Dienstag vor dem Ministerrat verstimmt, dass die ÖVP ihr Heeresmodell zwar in einigen Medien vorgestellt, ihm aber nicht übermittelt habe. Das sei "etwas eigenartig".

Die Wehrpflichtdebatte sorgt in der Koalition weiter für schlechte Stimmung. Verteidigungsminister Darabos zeigte sich am Dienstag vor dem Ministerrat verstimmt, dass die ÖVP ihr Heeresmodell zwar in einigen Medien vorgestellt, ihm aber nicht übermittelt habe. Das sei "etwas eigenartig".

Schließlich gehöre es zu einer "sauberen Arbeit", wenn man die eigenen Konzepte in der eigens dafür eingerichteten koalitionären Arbeitsgruppe diskutiere. Er selbst habe seine Konzepte ja auch schon vorgelegt.

Verhandlungen verschließen will sich Darabos trotz seines Ärgers über die ÖVP nicht. Ganz im Gegenteil verwies er darauf, dass die Volkspartei zuletzt einige Termine abgesagt habe. Ungeachtet dessen geht der Verteidigungsminister davon aus, dass es noch vor der Sommerpause zu einem Gespräch der Wehrpflicht-Runde kommen wird.

Mikl-Leitner weist Darabos-Vorwürfe zurück

 Das Büro von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) hat Vorwürfe von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) zurückgewiesen, wonach die ÖVP für die schleppenden Verhandlungen zur Heeresreform verantwortlich sei. Es sei ein einziger Termin abgesagt worden und das im Einvernehmen, da die Ministerin federführend das Anti-Terror-Paket ausverhandelt habe. Seither habe das Ministerbüro an das Verteidigungsressort die Bitte um eine Terminvereinbarung geschickt, bisher aber keine Antwort bekommen.