Erstellt am 05. Juni 2015, 13:26

Darabos kritisiert Androsch. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos hat am Freitag "Unverständnis" geäußert - gerichtet war dies indes in einer Aussendung nicht an die Parteijugend, sondern an den früheren SPÖ-Finanzminister Hannes Androsch, der zuvor Parteichef Werner Faymann (SPÖ) kritisiert hatte.

Androschs Zurufe seien "mehr als entbehrlich", so Darabos. Androsch hatte Faymann vorgeworfen, seine Partei nicht im Griff zu haben. Darabos quittierte dies mit dem Hinweis auf die "neun Landesorganisationen, die ihre eigenen Entscheidungen treffen. Wir sind eine demokratische Partei." Auf Bundesebene habe Faymann "die SPÖ-Linie bekräftigt und unmissverständlich klargemacht, dass eine Koalition mit der FPÖ nicht in Frage kommt".

Im Übrigen sei Androsch in der Vergangenheit auch nicht immer als Verfechter der "Grundsätze und Kernanliegen der Sozialdemokratie" aufgefallen, habe er sich doch etwa für Studiengebühren und Uni-Zugangsbeschränkungen ebenso ausgesprochen wie für die Anhebung von Massensteuern, merkte Darabos noch an.