Erstellt am 24. Mai 2012, 15:19

Darabos kritisiert Vorwürfe nach Israel-Aussagen. Verteidigungsminister Darabos kann Aufforderungen zum Rücktritt und Vorwürfe des Antisemitismus seitens des Simon-Wiesenthal-Zentrums nach seinen kritisierten Israel-Aussagen nicht nachvollziehen - diese seien "absurd".

Am Rande der trinationalen Katastrophenschutzübung "Terrex 2012" verwies der Minister am Donnerstag auf seinen Kampf gegen Faschismus: "Ich bin ein Antifaschist reinsten Wassers." Er stehe zu allen Aussagen, so Darabos. Man könne vielleicht sagen, die Kritik an Israels Außenminister Lieberman sei nicht diplomatisch, es müsse aber erlaubt sein, an einem Staat Kritik zu üben, so Darabos. Er halte die Aufregung für etwas übertrieben. Vorwürfe des Antisemitismus würden ihn hart treffen.

Darabos hatte in der "Presse" Israels Drohungen gegen den Iran als "entbehrlich" und Lieberman als "unerträglich" bezeichnet. Der ultrarechte Politiker Lieberman, gegen den mehrfach Ermittlungen wegen Korruption eingeleitet wurden, hat sich außenpolitisch als extremer Scharfmacher profiliert. Darabos warf Israel zudem vor, "offenbar Außenfeinde wie den Iran oder auch die Palästinenser in den Vordergrund" zu stellen, um von inneren sozialen Problemen abzulenken. Außenminister Spindelegger hatte darauf umgehend klarstellen lassen, dass dies nicht die Meinung der Bundesregierung sei.