Erstellt am 23. November 2011, 13:18

Darabos mistet zwei Drittel der Panzer aus. Verteidigungsminister Darabos räumt die Garage aus. Zwei Drittel der Bundesheer-Panzer verschwinden.

Mit Verkäufen sollen 17 Millionen eingespielt werden, dazu kämen 15 Millionen an jährlichen Einsparungen bei den Betriebskosten, teilte der Ressortchef Mittwochvormittag mit. Mit Widerstand in der Truppe rechnet Darabos nicht, sei das neue Konzept doch vom Ministerium selbst erarbeitet worden.

Für den Verteidigungsminister ist die Neuordnung der Panzerflotte überfällig, hätten sich doch die Bedrohungsbilder in den letzten 20 Jahren geändert. Dass in absehbarer Zeit kein konventioneller Angriff auf Österreich stattfinden werde, stehe auch in der erst jüngst beschlossenen Sicherheitsdoktrin: "Der Panzerkrieg im Marchfeld ist Geschichte." Nunmehr müsse man die Geräte so auswählen, dass sie den tatsächlichen Bedürfnissen des Bundesheers entsprächen, was nun eben geschehe: "Wie verlieren nichts an Fähigkeiten."

Gänzlich ausgemustert werden bis 2014 die 432 Schützenpanzer Saurer, die 126 Jagdpanzer Kürassier sowie die 32 Bergepanzer M578. Von 114 auf 56 Gefährte reduziert wird beim modernen Kampfpanzer Leopard, der gleichzeitig der größte Hoffnungsträger bezüglicher der Verkaufserlöse ist. Bei der Panzerhaubitze M109 wird der Bestand von 193 auf 83 gedrückt. Weiter im Dienst bleiben unter anderem die 112 Ulan- und die 71 Pandurpanzer. Einnahmen aus den Verkäufen erhofft sich Darabos von 19 Millionen, zwei Millionen müssen im Gegenzug etwa für die Vernichtung von Munition aufgewendet werden.

Unterstützung für die Reduktion der Panzerflotte erhält von Generalleutnant Höfler. Der Kommandant der Streitkräfte erklärte, dass ältere Systeme wie zum Beispiel der Schützenpanzer Saurer oder der Jagdpanzer Kürassier bereits am Ende ihrer Nutzungsdauer gestanden seien. Diese Panzer aus den 1960iger Jahren fänden in modernen Krisenszenarien keine Verwendung mehr.