Erstellt am 27. April 2012, 14:55

Darabos verteidigt Reduktion bei Panzerfahrzeugen. Verteidigungsminister Darabos hat im Vorfeld des Nationalen Sicherheitsrates die Reduktion der gepanzerten Fahrzeuge des Bundesheeres und die entsprechenden Anpassungen bei der Ausbildung verteidigt.

"Wir passen das Bundesheer an und richten es auf neue Aufgaben aus", so Darabos. Auch in Zukunft werde es knapp 400 gepanzerte Fahrzeuge geben, allerdings mit neuen Schwerpunkten.

Der Nationale Sicherheitsrat wurde auf Antrag der FPÖ einberufen. Grund dafür ist die geplante Aussetzung der Ausbildung von Unteroffizieren (Gruppen- und Zugskommandanten) bei den Waffengattungen Artillerie, Fliegerabwehr und Kampfpanzer im nächsten Jahr. Die Freiheitlichen befürchten das Ende der Ausbildung an schweren Waffen und somit auch das Ende dieser Waffengattungen im Bundesheer.

Das Ministerium dagegen betont, dass alle Waffengattungen erhalten bleiben. So werde es auch in Zukunft gepanzerte Fahrzeuge geben, jedoch mit den Schwerpunkten Schützen- und Pionierpanzer sowie geschützte Transportfahrzeuge. Die Einschränkungen bei der Ausbildung seien "ein logischer Schritt" nach der Reduktion der gepanzerten Fahrzeuge.

Bis 2014 werden rund 750 von derzeit 1.150 gepanzerten Fahrzeugen ausgesondert. Die Panzer werden entweder verkauft, verschrottet oder für die Gewinnung von Ersatzteilen verwendet. Durch die Verwertung seien bis 2014 Einnahmen von 17 Millionen Euro zu erwarten. Bei den Betriebskosten könne mit mittel- und langfristigen Einsparungen von mehr als 15 Millionen Euro jährlich gerechnet werden.