Erstellt am 10. Oktober 2011, 16:46

Darabos will mehr Soldatinnen beim Heer. Verteidigungsminister Darabos will keine Wehrdiener mehr und weniger Generäle beim Heer haben, dafür aber mehr Frauen. Mit 372 Soldatinnen liegt der Anteil der Frauen in der Truppe derzeit nämlich bei sehr niedrigen zwei Prozent.

Dem Thema Frauen beim Militär widmet sich in den kommenden Tagen ein Symposium, das Montagnachmittag im Parlament eröffnet wird.

Minister Darabos bekräftigte dabei sein Ziel, das auch im Regierungsprogramm verankert ist, den Frauenanteil im Heer zu erhöhen. Er strebe an, das Bundesheer auch hinsichtlich seiner Personalstruktur in Bezug auf die Relation Frauen und Männer "international vergleichbar zu machen", so Darabos. Denn das Bundesheer müsse sich "auch in dieser Hinsicht im Vergleich mit unseren Partnernationen, mit denen wir im Rahmen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union für Frieden und Stabilität sorgen, sehen lassen können". International verfügen Armeen im Schnitt über sechs bis acht Prozent weibliche Soldaten.

Seit der Öffnung der militärischen Berufe für Frauen im Jahr 1998 haben bereits Hunderte Österreicherinnen eine Karriere als Soldatin eingeschlagen. Von den insgesamt 372 Soldatinnen stehen 288 in einem Dienstverhältnis, 76 absolvieren derzeit den Ausbildungsdienst und drei befinden sich im Auslandseinsatz. Neben den Soldatinnen seien auch über 2.500 weibliche Zivilbedienstete beschäftigt. "Dies entspricht einem Frauenanteil von über 12 Prozent", so Darabos.

Frauen sind in allen Funktionen und Waffengattungen tätig geworden - als Militärpilotin, Militärseelsorgerin oder Panzerkommandantin, Ärztin sowie Technikerinnen. Das Bundesheer bietet im Rahmen seiner Sportförderung auch 79 Leistungssportlerinnen die finanzielle Möglichkeit, als Sport-Soldatinnen für nationale und internationale Wettkämpfe zu trainieren.