Erstellt am 29. Mai 2013, 12:00

Das Finanzministerium übersiedelt. Das Finanzministerium nützt den Feiertag, um nach fünf Jahren im Ausweichquartier wieder an seinen Stammsitz im ehemaligen "Winterpalais" des Prinzen Eugen zurückzukehren.

Das barocke Stadtpalais beherbergt das Ministerium seit 1848 und wurde nun um 137,3 Mio. Euro renoviert. Dennoch bietet der historische Gebäudekomplex nicht allen Mitarbeitern Platz.

Einige Abteilungen bleiben im Ausweichquartier in der Hinteren Zollamtsstraße, rund 600 Mitarbeiter treten ihren Dienst am Montag aber wieder in der Innenstadt an. Etwa 5.000 Übersiedlungskartons müssen die Spediteure bewegen, um den Umzug ohne Beeinträchtigung des Dienstbetriebs über die Bühne zu bekommen.

Der Haupteingang wurde im Zuge der Sanierung verlegt, dementsprechend lautet die offizielle Anschrift des Finanzministeriums nun nicht mehr Himmelpfortgasse, sondern Johannesgasse 5. Auch das Ministerbüro ist übersiedelt: Auf die barocken Prunkräumlichkeiten hat Ressortchefin Fekter verzichtet, die politischen Büros (Ministerin und Staatssekretär) wurden im ersten und zweiten Stock untergebracht.

Die Prunkräume dienen künftig als Museum unter Oberhoheit des Belvedere, das dafür einmalig 5,7 Mio. Euro für Adaptierungsarbeiten sowie jährlich 2,55 Mio. Euro für den laufenden Betrieb erhält. Erstmals für das Publikum geöffnet werden das historische "Goldkabinett" des Prinzen Eugen sowie der Rote und Blaue Salon im Oktober für eine Schau zum 350. Geburtstag des Habsburger-Feldherren. Anfang 2014 ist dann nach Angaben des Belvedere eine zeitgenössische Ausstellung geplant.