Erstellt am 02. Oktober 2012, 15:34

Das richtige „X“. 259.444 Wähler können am 7. Oktober ihre Stimme abgeben. Die Kandidaten rittern jetzt noch um Vorzugsstimmen.

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Von Wolfgang Millendorfer

Die Parteien biegen in die Zielgerade und mobilisieren jetzt noch einmal alle Kräfte. Bei den meisten Wählern ist die Entscheidung aber längst gefallen. Das geht aus der aktuellen Umfrage der BVZ-Meinungsmacher hervor, bei der nicht weniger als 88,39 Prozent der Befragten angaben, ihre Parteien und Kandidaten bereits gefunden zu haben. Für Spannung im Vorfeld ist dennoch gesorgt – vor allem, wenn es um die Bürgermeister-Entscheidung geht: Hier rechnen sich einige „Verfolger“ gute Chancen auf eine Stichwahl aus. Diese wird genau vier Wochen nach dem ersten Urnengang – am 4. November – abgehalten. Das „Laufen“ um Stimmen zahlt sich für so manchen Kandidaten jedenfalls bis zur letzten Minute aus. Aufgrund des Vorzugsstimmen-Systems können die Kandidaten um etliche Listenplätze aufholen und auch von weiter hinten gereihten Plätzen in den Gemeinderat „rutschen“.

Bei Fehlern gibt’s eine „zweite Chance“

Drei Vorzugsstimmen können bei der Wahl des Gemeinderates vergeben werden, aber nicht mehr als zwei pro Kandidat. Wichtig: Damit der Stimmzettel auch gültig ist, dürfen nur die Kandidaten der jeweils angekreuzten Partei gewählt werden (alle Infos im Kasten rechts).
Sollte beim „X“ am Wahlsonntag dennoch etwas schiefgehen, kann direkt im Wahllokal aber auch ein neuer Stimmzettel verlangt werden. Der alte wird in diesem Fall natürlich – vor Zeugen – zerrissen.


Alle Infos zur Wahl

- Stimmzettel: Zwei Muster-Stimmzettel wurden bereits an
alle eingetragenen Wähler verschickt – einer für die Wahl des Bürgermeisters, einer für die Wahl des Gemeinderates.

- Vorzugsstimmen: Insgesamt drei Vorzugsstimmen können bei der Wahl des Gemeinderates vergeben werden – jedoch nur an Kandidaten der jeweils angekreuzten Partei. Werden die Vorzugsstimmen an Kandidaten einer anderen Partei vergeben, sind sie ungültig; die Parteistimme zählt.
Laut Gemeindewahlordnung kann auf Wunsch aber auch ein neuer Stimmzettel ausgegeben werden.

- Briefwahl: Noch bis 5. Oktober können Wahlkarten telefonisch oder persönlich am Gemeindeamt beantragt werden. Der Umschlag mit dem ausgefüllten Stimmzettel muss bis Freitag vor der Wahl (spätestens um 14 Uhr) am jeweiligen Gemeindeamt eingelangt sein. Wird diese Frist versäumt, ist eine Stimmabgabe am Wahlsonntag nur mehr persönlich vor Ort oder vor der Sonderwahlbehörde möglich.

- Stichwahl: In jenen Gemeinden, in denen eine engere Wahl des Bürgermeisters nötig ist, wird am Sonntag, dem 4. November, wieder zur Urne gebeten.
Die Frist wird heuer erstmals verlängert, um auch hier eine Briefwahl zu ermöglichen.