Erstellt am 01. Februar 2012, 11:21

Demos für Lohnerhöhung im Sozialbereich. Mit Demonstrationen in Wien, Linz, Graz und Klagenfurt machen die Arbeitnehmer im privaten Gesundheits- und Sozialbereich am Mittwochnachmittag Druck für eine kräftige Lohn- und Gehaltserhöhung.

Angeführt von den Gewerkschaften vida und GPA-djp fordern sie ein Plus von 4,1 Prozent, was die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) als unrealistisch abgelehnt hat.

Betroffen sind rund 90.000 Beschäftigte etwa beim Hilfswerk, der Lebenshilfe oder der Caritas Socialis. Die Verhandlungen für den BAGS-Kollektivvertrag sind seit 13. Jänner unterbrochen, Mitte Februar soll es weitergehen. Die Arbeitgeber haben zuletzt zwischen 2,95 und 3,05 Prozent geboten, für die Gewerkschafter angesichts der Inflationsrate von 3,2 Prozent zu wenig. Neben einer realen Einkommenserhöhung fordern sie auch bessere planbare Diensteinsätze für die Branche, in der der Frauenanteil rund 80 Prozent beträgt.

Bei den Protesten mit dabei sind auch die Caritas-Mitarbeiter. Für diese rund 12.000 Personen gilt zwar ein eigener KV, doch auch hier stocken die Verhandlungen seit Mitte Jänner, nachdem die Gewerkschaft plus 4,2 Prozent verlangt hat.