Erstellt am 02. Januar 2013, 00:00

Der Chef wird‘s richten. BVZ-Meinungsmacher /  Trotz Krisenstimmung ist die Angst um den eigenen Arbeitsplatz eher gering. Viele vertrauen in die Chef-Etage.

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Von Wolfgang Millendorfer

Eines zeigt die aktuelle Umfrage der BVZ-Meinungsmacher deutlich: Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ist längst in den heimischen Geldbörsen angekommen. Während Negativ-Prognosen als Belastung angesehen werden und der Politik in Sachen Lösungskompetenz wenig Vertrauen geschenkt wird, haben nur 5,6 Prozent der Befragten große und 18,8 Prozent ein wenig Angst um den eigenen Arbeitsplatz.

Grund dafür ist unter anderem wohl das Vertrauen in die Vorgesetzten: 42,8 Prozent der Meinungsmacher denken, dass ihr Chef die richtigen Kompetenzen in Krisenzeiten besitzt. Bei der Vertrauensfrage liegen Sozialpartner und Politik in Sachen Krisenmanagement in etwa gleichauf (siehe Grafik).

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Kleine Betriebe,  weniger Sorgen?

Für Arbeiterkammer-Präsident Alfred Schreiner spiegelt das die Stimmung wider: „In schwierigen Zeiten sollten Unternehmen nicht nur in ihre Mitarbeiter investieren. Sie müssen sich auch auf die Lösungskompetenz des Sozialstaates verlassen können.“ Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth unterstreicht zugleich: „Gerade die Strukturen der vielen Klein- und Mittelbetriebe sind, neben der Regionalität, eine der großen Stärken des Landes.“

Was in der Umfrage zudem auffällt: Trotz „Problemstaaten“ hat die Mehrheit der Meinungsmacher (52,4 Prozent) keine Angst um den Euro. Spendenfreudig zeigt man sich übrigens auch in Krisenzeiten: 77,6 Prozent geben ihr Geld nach wie vor für gute Zwecke.