Erstellt am 20. Juni 2012, 00:00

Der doppelte Direktor. NEUE REGELUNG / Schuldirektoren sollen künftig auch für zwei Standorte eingesetzt werden können. Verhandlungen laufen.

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VON WOLFGANG MILLENDORFER

Geht es nach dem Landesschulrat, wäre die geplante Gesetzesänderung die beste Lösung für kleinere Schulen: So wird nun eine Neuerung forciert, die ermöglichen soll, dass ein Direktor die Führung an gleich zwei Standorten übernehmen könnte.

Ein aktuelles Beispiel ist die südburgenländische Gemeinde Neuhaus am Klausenbach, in der ab September Nachfolger für die Leitung von Volks- und Hauptschule gesucht werden. Aufgrund der Größe der Schulen könnten beide Funktionen in ein und dieselben Hände gelegt werden. Doppel-Besetzungen wie diese wären für den amtsführenden Landesschulratspräsidenten Gerhard Resch wünschenswert: „Vor allem an kleineren Standorten wäre eine solche Variante verwaltungstechnisch vernünftig und kostensparend“, meint Resch im BVZ-Gespräch.

Derzeit sind die Möglichkeiten beschränkt und aufgrund der nötigen Zulagen zu teuer. Über den Sommer sollen nun weitere Schritte mit dem Bund ausverhandelt werden. Federführend wird dabei das Ministerinnen-Duo Claudia Schmied (SPÖ) und Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sein; für die Länder übernimmt Landeschef Hans Niessl gemeinsam mit Oberösterreichs Josef Pühringer die Verhandlungen.

Schulgipfel: Sparkurs auf Verwaltungsebene

Die Schulverwaltung stand bereits im jüngsten Bund-Länder-Gipfel auf dem Tapet. Neben der geplanten Einsparung der Bezirksschulräte sprach sich Niessl dabei für eine Erweiterung der Kompetenzen der Schulleiter aus. Das oberste Ziel bleibt auch weiterhin die umfassende Reform des Verwaltungsapparates.