Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Der neue Energie-Plan. WINDKRAFT & CO. / Nach der Strom-Unabhängigkeit kommt der Export. Im Land wird jetzt auch nach neuen Ressourcen gesucht.

Die größten Windräder stehen im Bezirk Neusiedl am See: Landeshauptmann Hans Niessl (M.) mit den beiden BEWAG-Vorständen Michael Gerbavsits (r.) und Reinhard Schweifer. Die BEWAG-Gruppe gilt mit ihrer Tochter »Austrian Wind Power« als größter Windstromproduzent Österreichs. FOTO: ZVG  |  NOEN

Ein Ziel ist fast erreicht, das nächste wurde bereits formuliert: Ab dem kommenden Jahr will das Burgenland 100 Prozent seines Strombedarfs aus selbst gewonnener Energie abdecken; ab 2014 soll der Strom bereits exportiert werden.

Der Fahrplan vom ehemaligen Strom-Importeur zum Exporteur ist festgeschrieben in der Energiestrategie Burgenland, die von Landeshauptmann Hans Niessl vor Kurzem präsentiert wurde. Für die Zukunft werden nun neue Möglichkeiten ausgelotet: Die Biomasse ist laut Niessl schon an ihre Grenzen gestoßen, deshalb soll nun mittels Photovoltaik, die sich vor allem auch im privaten Bereich rechnet, im ganzen Land noch mehr Energie gewonnen werden.

Als natürliche Ressource soll dem Schilf künftig eine größere Bedeutung zukommen. Verstärkt ökologisch genutzt werden wird auch der Baumschnitt, der in den Gemeinden jedes Jahr in großen Mengen anfällt.

Im Zentrum der Strategie bleibt weiterhin die Windkraft: Nach der Inbetriebnahme der beiden weltweit leistungsstärksten Anlagen in Potzneusiedl erfolgt bereits im Mai in Andau der Spatenstich zum Bau von 93 neuen Windrädern. Derzeit verfügt die BEWAG über 147 Windenergie-Anlagen, die pro Jahr rund 500 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren.