Erstellt am 23. März 2011, 00:00

Dicke Luft im Roten Kreuz. PRÄSIDENTEN-STREIT / Vize Heinz Kittelmann legte sein Amt nieder, könnte aber zurückkehren. Präsident Wögerer verteidigt sich.

Debatten im Präsidium: Rotkreuz-Boss Bruno Wögerer (3.v.r.) mit seinen Vizes Franz Stifter, Gerhard Prenner, Willi Thomas, dem abgegangenen Heinz Kittelmann und Anton Schubaschitz (v.l.).HAFNER  |  NOEN
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VON WOLFGANG MILLENDORFER
Wieder ist ein interner Konflikt im Roten Kreuz aufgebrochen: Der Streit um das Finanzdebakel von 2008, bei dem es um ein Minus von bis zu drei Millionen Euro ging, ist ausgestanden – jetzt kriselt es auf oberster Ebene.

Denn einer der fünf Vizepräsidenten, der Eisenstädter Heinz Kittelmann, legte sein Amt nun im Protest nieder. Mit ÖVP-Mann Willi Thomas überlegt indes auch ein zweiter Vize Konsequenzen: „In manchen Bereichen lässt der Präsident (Bruno Wögerer, Anm.) nur seine Meinung gelten und tut, was er will“, so Thomas zur BVZ

Diskutiert wird unter anderem über die Neubesetzung des Postens des Vizedirektors, für den Wögerer einen Wirtschaftsexperten holen will; der derzeit eingesetzte stellvertretende Landesgeschäftsleiter Josef Kropf hat einen schweren Stand. Wögerer im BVZ-Gespräch: „Josef Kropf ist  ein sehr guter Mann, er war für diesen Posten aber nie vorgesehen. Wir brauchen eine eigene kaufmännische Führung im Haus.“ 36 Bewerber haben sich dafür bereits gemeldet.

Weitere Gespräche sollen nun Klärung im Landesverband bringen. Selbst Kittelmann schließt eine Wiederaufnahme seines Vize-Amtes nicht vollends aus: „Sag niemals nie. Denn mir liegt das Rote Kreuz sehr am Herzen.“ Über seine Rückkehr würde sich auch Wögerer freuen.