Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

Die Ost-Region boomt. ANALYSE / 2030 soll die Region Wien, östliches Niederösterreich, nördliches Burgenland rund drei Millionen Einwohner zählen.

Die Landeshauptleute Hans Niessl, Erwin Pröll und Michael Häupl (v.l.).  |  NOEN, NLK

VON MARTIN GEBHART

Dass die Region nördliches Burgenland, östliches Niederösterreich und Wien zu den dynamischsten Österreichs zählt, ist kein Geheimnis. Was genau zu erwarten ist, wollten die drei Bundesländer nun mit Zahlen unterlegt haben. Dazu wurde das Projekt „stadtregion+“ ins Leben gerufen, das nun seinen ersten Zwischenbericht lieferte.

Dieser besteht vor allem darin, eine tiefgreifende Analyse zu liefern. Und da zeigt schon allein die Bevölkerungsentwicklung, was auf die Politik zukommt. Bis 2030 wird die Einwohnerzahl um 400.000 auf insgesamt rund drei Millionen anwachsen. Die drei Landeshauptleute haben nun bestärkt, bei den Maßnahmen hinsichtlich dieser Entwicklungen noch mehr zu kooperieren.

Wiens Bürgermeister Michael Häupl sieht die größte Herausforderung darin, das Siedlungswachstum mit dem Bewahren der Naturschönheiten vereinbaren zu können. NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll: „Es geht darum, die Standortqualität auf der einen Seite und die Lebensqualität auf der anderen Seite zu garantieren.“ Bezüglich der demografischen Entwicklung müsse auch besonders auf die soziale Infrastruktur geschaut werden.

 Im Burgenland werden die Bezirke Eisenstadt, Neusiedl am See und Mattersburg inklusive der Statutarstädte zu der Region gerechnet. „Wir müssen uns mit der Zukunft beschäftigen, um Erkenntnisse zu gewinnen, welche Rahmenbedingungen wir schaffen müssen, um diese Zukunft zu bewältigen“, meinte Landeshauptmann Hans Niessl. Eine Schlüsselrolle spielt für ihn neben dem Siedlungsbau der Verkehr. Dazu zählt natürlich auch der Ausbau der Ostautobahn.