Erstellt am 28. Dezember 2011, 00:00

Die Sorgen der „Taxler“. KONKURRENZ / Dorfbus-Projekte der Gemeinden stoßen der Taxi- Innung sauer auf. Land beruhigt: „Geht nicht um Konkurrenz.“

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VON WOLFGANG MILLENDORFER

Obwohl die heimischen Taxi-Unternehmer – etwa bei Initiativen wie dem „Jugendtaxi“ – auf starke Kooperationen mit den burgenländischen Gemeinden verweisen können, fühlen sie sich durch einzelne Dorfbus-Projekte benachteiligt.

Aktuell sorgt der Start eines neuen Dorfbusses im Südburgenland für Diskussionen. Die Taxi-Innung kritisiert „fehlende Konzessionen und unlauteren Wettbewerb“. Während Martin Frühwirt, Bürgermeister der neuen Dorfbus-Gemeinde Kleinmürbisch beruhigt („Rechtlich ist alles abgesichert.“), stellt sich für Bernhard Dillhof, Verkehr-Spartengeschäftsführer in der Wirtschaftskammer, auch eine „moralische“ Frage: „Aus unserer Sicht werden hier Gelder der öffentlichen Hand verwendet, um den privaten Taxi-Unternehmen Konkurrenz zu machen.“ „Es geht keineswegs um Konkurrenz“, heißt es dazu im Büro von Landesrätin Verena Dunst (SP), wo die Förderungen zur Dorferneuerung abgewickelt werden: „Wo der ländliche Verkehr ausgedünnt wird, fahren Dorfbusse als soziale Ergänzung.“ Dennoch kritisiert Innungssprecher Patrick Poten, dass bei so manchem Dorfbus-Projekt auf ansässige Unternehmen keine Rücksicht genommen werde. Auf Landesebene verweist man in dieser Frage auf die Bürgermeister.

Letzte Raucher-Bastion  wird kaum „ausgenützt“

Weniger Diskussionen gibt es zu einem anderen Reizthema: Während in Wien im 1. Jänner das gesetzliche Rauchverbot in Taxis eingeführt wird, bleibt das Burgenland das einzige Bundesland, in dem der blaue Dunst während der Fahrt theoretisch noch erlaubt ist. Allerdings liegt das entsprechende Gesetz auch hier bereits zur Begutachtung im Landtag. Zudem sind laut Poten nur mehr wenige „Raucher-Taxis“ im Land unterwegs.