Erstellt am 06. April 2016, 06:04

von NÖN Redaktion

Diözese als „Drehkreuz“. Neue Zusammenarbeit: Bischof Zsifkovics und Außenminister Kovac festigen burgenländisch-kroatische Beziehungen.

Empfang mit burgenlandkroatischer Jugend: c Kovac und Zsifkovics (v.l.).  |  NOEN, zvg

Neben Gesprächen mit der Politik (siehe Seite 2 der dieswöchigen BVZ-Printausgabe) traf Kroatiens Außenminister Miro Kovac im Burgenland auch Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics.

Dabei gaben der Bischof als protokollarisch ranghöchster Minderheitenvertreter Österreichs und Minister Kovac den Startschuss für eine direkte bilaterale Gesprächs- und Handlungsachse auf bischöflich-ministerieller Ebene, die auch konkrete Hilfestellungen und Synergien für die kroatische Volksgruppe in Österreich umfassen soll.

Vukits mit zentraler Rolle im neuen „Turbo“-Dialog

Außenminister Kovac würdigte die von der Diözese Eisenstadt gelebte Förderung gesellschaftlicher Pluralität als „vorbildhaft für ganz Europa“: „In Bischof Zsifkovics und seinen Bemühungen um ein geschwisterliches Miteinander der Kulturen haben wir nicht nur einen starken Partner, sondern auch einen guten Freund“, so Kovac, der im Namen der Republik Kroatien der Diözese dankte „für alles, was Sie für die kroatische Volksgruppe getan haben und weiterhin tun“.

Bischof Zsifkovics, selbst Burgenlandkroate in 18. Generation, betont: „ Ohne die Rolle des Glaubens gäbe es heute kein gelebtes Burgenlandkroatentum. Kirche und Glaube sind der Kitt, der die Volksgruppe 500 Jahre lang fern der ursprünglichen Heimat zusammengehalten hat. Das schaffen weder Regierungen noch private Vereine.“

Eine zentrale Rolle im neuen „Turbo“-Dialog, der die Volksgruppe auch in Richtung Ungarn und Slowakei stärken soll, wird auch der für die kroatische Volksgruppe zuständige Bischofsvikar Stefan Vukits spielen. Ein weiteres Gespräch von Bischof Zsifkovics mit Außenminister Kovac und anderen Ministern in Zagreb ist vereinbart.