Erstellt am 27. Januar 2016, 05:38

von Carina Ganster und Michael Pekovics

Doskozil wird Oberwarter. Vom Polizisten zum Verteidigungsminister – sein neuer Job bringt für Hans Peter Doskozil jede Menge Veränderungen.

Im Rampenlicht. Beim Neujahrsempfang in Schlaining stand Hans Peter Doskozil neben Rudolf Hundstorfer - und trotzdem irgendwie im Mittelpunkt. Foto: Pekovics  |  NOEN, Michael Pekovics BVZ
In der Stadtkapelle Pinkafeld blies er den Zuhörern mit seinem Horn den Marsch, als Fußballer des SV Kroisegg wies er seine Gegner in die Schranken und als SPÖ-Gemeinderat lernte er früh, Verantwortung zu übernehmen – gestern, Dienstag, wurde Hans Peter Doskozil am vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere als Verteidigungsminister angelobt.

„Meine Tochter ist die perfekte Medienbeobachterin“

Wobei, eine Umstellung ist der neue Job in Wien schon, wie das jüngste Regierungsmitglied im Gespräch mit der BVZ zugibt: „An die tägliche Fahrt nach Wien werde ich mich gewöhnen, auch wenn ich eher ein Nachtmensch bin“, sagt Doskozil.



Beweisen kann er das an diesem Freitag beim Empfang in seiner Heimatgemeinde Grafenschachen: „Ich hatte noch keine Zeit, um zu Hause ins Wirtshaus zu gehen und bin schon gespannt, was mich erwartet.“

Ziemlich sicher auch deshalb, weil er vor einem Wohnortwechsel steht und dem Grafenschachener Ortsteil Kroisegg vermutlich Lebewohl sagen wird: „Mir liegen mehrere Angebote vor, aber ich werde wohl nach Oberwart ziehen“, sagt Doskozil, der seit einiger Zeit getrennt lebt – und trotzdem versucht, so viel Kontakt wie möglich zu seinen beiden Kinder (14 und 16 Jahre alt) zu halten.

„Meine Tochter ist die perfekte Medienbeobachterin, sie verfolgt nicht nur die aktuellen Nachrichten sondern auch die Kommentare auf facebook und liefert mir so ein gutes Stimmungsbild über die allgemeine Meinungslage“, so der Neo-Minister.