Erstellt am 07. Dezember 2013, 15:54

Dreitägige Trauerprozession zu Mandelas Ehren. Eine dreitägige Trauerprozession mit den sterblichen Überresten des Nationalhelden Nelson Mandela soll es den Südafrikanern ermöglichen, Abschied von ihrem früheren Präsidenten zu nehmen.

Der Sarg mit Mandelas Leiche werde am Mittwoch, Donnerstag und Freitag durch die Straßen der Hauptstadt Pretoria geleitet, teilte Regierungssprecher Neo Momodu am Samstag mit.

Die zentrale Gedenkfeier für den südafrikanischen Nationalhelden und Friedensnobelpreisträger soll am Dienstag im FNB-Stadion in Johannesburg stattfinden.

Obama und Amtsvorgänger dabei

Zahlreiche prominente Gäste aus aller Welt, unter ihnen aktuelle und frühere Staatschefs, Künstler und religiöse Führer, werden Mandela in den kommenden Tagen die letzte Ehre erweisen.

Unter anderem haben sich US-Präsident Obama und seine Frau Michelle sowie seine beiden Amtsvorgänger George W. Bush und Bill Clinton angekündigt, die ebenfalls mit ihren Ehefrauen anreisen werden. Auch das französische Staatsoberhaupt Hollande hat seine Teilnahme zugesagt.

Über eine Teilnahme von Bundespräsident Fischer an den Trauerfeierlichkeiten ist noch nicht entschieden, wie am Samstag von der Präsidentschaftskanzlei auf Anfrage mitgeteilt wurde.

Sondersitzung der Parlamentskammern

Auch am Samstag beherrschte Mandelas Tod das öffentliche Leben in Südafrika. Auf den Straßen, im Radio und im Fernsehen war die Nachricht das beherrschende Thema. Hunderte Menschen strömten weiter zu Mandelas Haus in Johannesburg, um um ihn zu trauern. Sie sangen und zündeten Kerzen an.

In seinem Heimatland wird Mandela mit besonderen Ehren verabschiedet. Für Sonntag ist ein nationaler Tag des Gebets angesetzt. Am Montag kommen beide Parlamentskammern zu einer Sondersitzung zusammen. Am Dienstag findet im Stadion von Johannesburg mit Platz für mehr als 90.000 Menschen die zentrale Trauerfeier statt.

Am Sonntag kommender Woche wird Mandela in privatem Rahmen in Qunu beigesetzt - dem Dorf in der Provinz Eastern Cape, in dem der Freiheitskämpfer aufgewachsen war.