Erstellt am 03. August 2011, 00:00

Eine Lösung muss her. PFLEGEHEIME / Betreuungseinrichtungen des Landes sind voll. Jetzt will man den explodierenden Kosten entgegenwirken.

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Mit der Abschaffung des sogenannten Pflegeregresses im Jahr 2009 verbuchten die Betreuungseinrichtungen des Landes regen Zuzug. Mehr noch: Insider sprechen davon, dass die Heime mittlerweile überbelegt seien.

Eine eigene Arbeitsgruppe soll nun bis zum Herbst darüber nachdenken, wie man den immer höheren Kosten im Pflegebereich beikommen kann.

Eine der möglichen Maßnahmen wurde bereits in der Steiermark vorgezeigt, wo der Pflegeregress der Kostenbeitrag für Angehörige wieder eingeführt wurde. Über diesen Schritt denkt man im Burgenland derzeit nur leise nach: Man werde sich an anderen Bundesländern orientieren, sagt SPÖ-Soziallandesrat Peter Rezar, aber nicht nur an einem. Jetzt sei es wichtig, das soziale Netz trotz des Sparkurses abzusichern durch Effizienz und Treffsicherheit.

Zu den 42 bestehenden Pflegeheimen des Landes kommen in Zukunft fünf weitere dazu. 59 Prozent der Betriebskosten der Heime sind durch Einnahmen gedeckt, dem Land und den Gemeinden verbleiben 41 Prozent der Kosten.

Auf die Ergebnisse der Evaluierung wird bereits gewartet. Auf Dauer wird man eine Lösung finden müssen, die für alle gangbar ist, sagt Gabriela Gegendorfer von der Volkshilfe. Hilfswerk-Geschäftsführerin Editha Funovics erinnert daran, dass es Alternativen zur Heimunterbringung gebe, etwa die Hauskrankenpflege oder Tagesbetreuung: Diese Bereiche müssten ausgebaut und besser gefördert werden.